Andreas Sommer entfaltet in Drachenberg eine Erzählung von epischer Dichte, durchdrungen von keltischen Motiven, lokalen Legenden und einem tiefen Verständnis für die Dramaturgie mündlich überlieferter Geschichten. Man spürt, dass dieser Autor nicht vom Schreibtisch aus fabuliert, sondern dass er sich das Erzählen wortwörtlich erlaufen, erklommen und erwandert hat durch Höhlen, über Gipfel, entlang alter Pfade. Dabei gelingt ihm das Kunststück, eine fremde Welt zu erschaffen, die dennoch vertraut wirkt. (Ute Pappelberg)