
Und findet sich damit in der wohl
luxuriösesten Unterkunft am Rand der Großstadt, die ihr zuhause ist, wieder. Zusammen mit dem
Who-is-who der gesamten Stadt: Klatsch, Tratsch und üble Nachrede garantiert. Aber
einen-ruhigen-Wollknäuel-schieben und sich auf der beheizten Fensterbank räkeln? Nix da! Scheinen zunächst das Wiedersehen mit dem von sich überzeugten
Schlagerkater Florian Silberschweif, der auch noch auf Katzengras-Entzug ist, und die
Lästereien der Tratsch-Katzen um Schnurrhaar-Diva Meredith ihr größtes Problem zu werden, überschlagen sich bald die Ereignisse. Ein schrecklicher Fund beendet jäh den entspannten Luxusurlaub: Die verwöhnte Stubentigerin und Wanna-Be-Showkatze Schnurrsanne
hat ihr neuntes Leben ausgehaucht. Und der Mörder oder die Mörderin scheint direkt aus der
bunt zusammengewürfelten Gemeinschaft verwöhnter Haustiere im Luxushotel zu sein! Oder kommt das Böse doch aus dem
tiefen, dunklen Wald nebenan? Als bekannteste und beliebteste Spürnase der Stadt bleibt für Miez Marple nur eines übrig: ihren Urlaub für beendet erklären und die
Ermittlungen aufnehmen!
In ihrem
fellsträubenden dritten Fall braucht die flauschige Ermittlerin Miez Marple all ihren
Verstand, der noch um
einiges schärfer ist als ihre Krallen. Denn in "Die Tatze der Verdammnis" trifft eine
große Portion Sprachwitz auf
modern interpretierten Detektivroman und
knifflige Rätsel: Krimi-Vergnügen mit Flausch, Fedora und Federball! Für dieses Leseabenteuer packen wir zudem Pfeife und Trenchcoat ein, denn zwischen Katzenbesitzerin Agathe Christiansen und Schlagerkater Florian Silberschweif erwarten uns
schillernde Referenzen aus Kriminalliteratur und Popkultur. Fabian Navarro nimmt uns nicht nur mit ins
außergewöhnliche Hotel Bellagio, sondern in eine Gesellschaft, in der Tiere im Zentrum stehen und Menschen als Dosenöffner*innen und Streichel-Expert*innen fungieren.
Aber: Wollen wir wirklich wissen,
was unsere Haustiere tun, wenn wir nicht da sind?
Oder doch der taktlose Terrier mit der Harke? Die gemütlichen Zimmer und Terrarien des Tierhotels Bellagios sind gut gebucht,
die Gästeliste ähnelt den Klatschspalten. Achtung ihr Dosenfutter-Konsument*innen, hier wohnen gekrönte Häupter mit blauem Blut, wie die toxische Pfeilgiftfroschfamilie
Ribbit del Rey aus Argentinien. Aber: wer könnte Täter*in sein? Die geschäftstüchtige
Stock-Ente (Motto: grundeln und gründen!)? Oder die überspannte, aber herzliche Sportlerin
Gina Goldlöffel; eine Häsin, die immer etwas zu laut ist? Das Bellagio ist voll von
bunten, schrägen und charmanten Gästen. Egal ob Fell, Federn oder Schuppen: Wer hat ein Alibi?
Denn als im Hotel Dinge geschehen, die noch schrecklicher sind als Staubsaugerlärm, zeigt sich: Miez Marple und ihr (unfreiwilliger) neuer Sidekick, sind
die Fell- und Spürnasen, die die anderen Gäste und wir brauchen.