In dem kleinen Ort Augu in Småland wird im Spätsommer 1996 eine Frau brutal überfallen und vergewaltigt. Sie kommt mit dem Leben davon, aber ihr Hund wird getötet. Sanna Berling wollte eigentlich nach Gotland zu ihrem Freund ziehen, doch dann nimmt sie dieser Fall voll in Anspruch. Die Ermittlungen ziehen sich hin, und die Bewohner des Dorfes lügen und hüten ihre Geheimnisse. Dann gibt es weitere Opfer.
Dies ist der vierte Band der Berling-und-Pedersen-Reihe, ich kannte aber noch keinen der Vorgängerbände. Der Schreibstil der Autorin Maria Grund lässt sich gut und flüssig lesen und die Perspektiven wechseln immer wieder. Allerdings lässt die Spannung dann nach und steigert sich erst wieder zum Ende hin. Die Atmosphäre ist düster und bedrohlich.
Die Charaktere sind gut und vielschichtig dargestellt. Bei vielen habe ich mitfühlen können, als ich ihre Geschichte erfahren habe. Auch Sanna mochte ich. Sie ist eine Ermittlerin, dich sich in ihre Fälle hineinkniet und sie lösen will, dafür muss Privates dann auch zurückstehen. Eir Pedersen spielt allerdings in diesem Buch keine Rolle. Staatsanwältin Borghild ist auch eine interessante Persönlichkeit.
Die Auflösung dieses Falles hat mich überrascht, kam meiner Meinung nach aber etwas überhastet.
Ein atmosphärischer und spannender Thriller, der aber auch Längen hat.