Wir begeben uns nach Dresden ins Jahr 1908. Christine Hardt arbeitet als Therapeutin im Sanatorium Lahmann. Durch die enge Korsettschnürung fallen die Damen oft in Ohnmacht und Christine versucht die Frauen davon zu überzeugen, dass sie ihrer Gesundheit damit schaden. Sie entwirft die ersten Brusthalter, doch die Damen tun sich schwer, die Neuerung anzunehmen. Zum Glück hat Christine ihre Freundinnen, die sie unterstützen.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive der Freundinnen Christine, Julia und Lotta erzählt, so dass ich das Geschehen hautnah miterleben konnte. Die Autorin hat mutige Frauen erschaffen, die ihren eigenen Weg gehen. Es ist eine spannende Zeit und wie nebenbei erfährt man von den Erfindungen, die in diesem Zeitabschnitt stattgefunden haben. Gern habe ich die Freundinnen begleitet. Das Nachwort rundet die Geschichte wunderbar ab. Dank des angenehmen Schreibstils ließ sich das Buch flüssig lesen, so dass die Seiten nur dahin flogen und ich angenehme Lesestunden verbracht habe.