In "Die Erfinderin der Freiheit" von Elke Becker begleiten wir eine beeindruckende Frauengruppe durch das frühe 20. Jahrhundert. Die Figuren sind vielschichtig und lebendig gezeichnet jede mit eigenen Stärken, Schwächen und Herausforderungen. Schnell war ich in der Handlung drin und habe es sehr genossen, die Protagonistinnen auf ihrem Weg zu begleiten.
Im Roman wird deutlich, wie sehr fortschrittliche und ideenreiche Frauen um Anerkennung und ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen mussten.
Ich fand es sehr spannend mitzuverfolgen, wie aus dem starren Korsett allmählich der moderne Büstenhalter, wie wie ihn kennen entstanden ist ein Kleidungsstück, das vielen Frauen mehr Bewegungsfreiheit, Komfort und ein Stück Selbstbestimmung geschenkt hat.
Kommen wir nun zu meinen Kritikpunkten: In dem Roman sind mir leider ein paar Unstimmigkeiten und Fehler begegnet von fehlenden Wörtern, über vertauschte Namen bis hin zu widersprüchlichen Details zu den Personen. Das hat meinen Lesefluss leider etwas gestört. Ich hoffe sehr, dass der Verlag diese Punkte in einer möglichen Neuauflage noch einmal überarbeitet.
Lesende, die gern in vergangene Epochen eintauchen und dabei starke Frauenfiguren entdecken möchten, finden hier einen schönen und unterhaltsamen Roman.
Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen - herzlichen Dank an LovelyBooks, den Heyne Verlag und der Autorin für das Rezensionsexemplar!