Inhalt: Um nach ihrer Scheidung Abstand zu gewinnen, schließt sich die forensische Zahnärztin Kit Bitterfeld einer Forschungsmission ins australische Antarktisterritorium an. Sie soll dort ihrer besten Freundin Sally assistieren. Was als Gelegenheit zur Neuorientierung gedacht war, wird jedoch schnell zur Zerreißprobe: Auf dem Weg zur Station empfängt das Forschungsschiff einen Notruf. Die Snow Petrel wurde nach einem Brand aufgegeben nur ein einziger Mann ist noch an Bord. Kit fühlt sich sofort zu dem geheimnisvollen Überlebenden hingezogen, doch etwas an ihm stimmt nicht. Angeblich hat er sein Gedächtnis verloren aber sagt er wirklich die Wahrheit?
In der Isolation der Forschungsstation, umgeben von Eis, Dunkelheit und Kälte, stellt sich bald nicht mehr nur die Frage nach Vertrauen, sondern auch nach Überleben.
Meinung: Die Kälte besticht durch ein außergewöhnliches Setting: Eine entlegene Forschungsstation in der Antarktis, wo jeder Schritt in der lebensfeindlichen Umgebung wohlüberlegt sein muss. Diese Atmosphäre ist durchgehend spürbar und verleiht der Geschichte eine ganz eigene Spannung.
Kit, die Hauptfigur, ist eine starke, pragmatische Frau mit einem wachen Verstand und einem gesunden Maß an Misstrauen besonders nach ihrer Scheidung. Ihre erste Expedition ist gleichzeitig ein Neuanfang und eine Bewährungsprobe. Die Dynamik mit ihrer quirligen Freundin Sally bringt Leichtigkeit in die sonst so beklemmende Umgebung.
Der Notruf der Snow Petrel bringt das Geschehen ins Rollen. Der einzige Überlebende, Nick, wirkt zunächst charmant und sympathisch doch sein angeblicher Gedächtnisverlust wirft Fragen auf.
Parallel dazu erhält man Einblicke in das Schicksal der Schiffscrew diese Passagen sorgen für zusätzliche Spannung und enthüllen nach und nach die Wahrheit hinter dem mysteriösen Vorfall.
Die Geschichte hat mich gut unterhalten, auch wenn ich mir an einigen Stellen noch mehr Tempo und Nervenkitzel gewünscht hätte. Das außergewöhnliche Setting gleicht diese kleinen Schwächen jedoch weitgehend aus.
Fazit: Ein atmosphärisch dichter Thriller im ewigen Eis, mit einem Hauch Romantik und einer interessanten Protagonistin. Kleine Schwächen in der Spannungskurve, aber insgesamt ein empfehlenswerter Pageturner für alle, die Geschichten in extremer Umgebung mögen.