Im Oktober 2025 hat der Autor Marco Hasenknopf gemeinsam mit dem Verlag emons: den historischen Kriminalroman Sündflut 1784 herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre. Der Titel und der Name des Autors sind gut lesbar.
Dies ist mein erster Kriminalroman mit dem Autor Marco Hasenknopf. Da ich gerne neue Autoren kennenlerne und mich für die Geschichte interessiere, starte ich gespannt in die Geschichte. Und die hat es in sich. Wir sind in Cöln und es ist das Jahr 1784. Die Flut kam trotz der Gebete. Leid, Hunger, Krankheiten und die zerstörte Stadt liefern einen perfekten Sündenbock: Anna-Maria. Als Hexe soll sie für das Unglück büßen. Doch der Amtmann Henrik van Venray glaubt das nicht. Er setzt alles daran, ihre Unschuld zu beweisen und stößt dabei auf eine Intrige, die unglaublich ist
Vom ersten bis zum letzten Satz ist diese Geschichte einfach nur spannend. Mit seinem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil nimmt Marco Hasenknopf mich mit in die Cölner Vergangenheit und in das Jahr 1784. Die Atmosphäre, die ich beim Lesen empfinde, ist düster, unheimlich und beängstigend. Geschickt rückt er Anna-Maria in den Fokus. Er zeichnet eine Persönlichkeit, die mir sympathisch ist und gut gefällt. Das was ihr passiert ist ein Unding. Und genau davor hat jeder Angst. Venray macht sich gut an ihrer Seite. Intensiv erlebe ich seine Ermittlungen und denke oft, das kann einfach nicht wahr sein. Doch das ist es. Einmal mit dem Lesen gestartet fällt es schwer, diese Erzählung wieder aus der Hand zu legen. Immer will ich wissen, wie es denn nun weitergeht. So lese ich diese ca. 285 Seiten in nur drei Abschnitten. Beachtenswert finde ich das Nachwort des Autors, in dem er Auskunft über seine Recherche gibt.
Alles in allem hat Marco Hasenknopf mit Sündflut 1784 einen historischen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, des es sich zu lesen lohnt. Wer sich für spannende Erzählungen und historische Hintergründe interessiert, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.