Meine Meinung:
Eigentlich sollte man vermuten, dass nach dem Krieg alles besser wird und vor allem so richtig aufgeräumt wurde. Leider hat das nicht so richtig geklappt, denn viele Menschen, die vorher Machtpositionen innehatten, schafften es tatsächlich, mit so genannter sauberer oder weißer Weste, wieder höhere Posten zu besetzen. Von Gerechtigkeit und Wiedergutmachung war wenig zu spüren.
Vieles ist bis heute in Vergessenheit geraten oder es wurde sogar verschwiegen.
Das tatsächliche Schicksal der Familie Lassally hat der Autor zum Anlass genommen und über das Zeitgeschehen berichtet. In zwei Zeitebenen erfahre ich sehr viel über die Familie. Gleichzeitig lerne ich Henry Mahler kennen, dem es schwerfällt, sich mit den veränderten Begebenheiten abzufinden und der die Hoffnung auch nicht aufgibt, dass er seine Verlobte wiedersieht. So erging es sehr vielen und deshalb ist es wichtig, dass solche Bücher geschrieben werden.
Der Autor hat aus diesem Grund wahre Begebenheiten zum Anlass genommen und über Zeitgeschehen in Romanform berichtet. Dabei wurde bestens Wahres und Fiktives kombiniert. Leider passt der Titel des Buches sehr zu den Ereignissen.
Fazit:
Begebenheiten, die nicht vergessen werden dürfen. Aber man darf die Hoffnung nie aufgeben und es war gut, dass viele den Mut hatten, neu zu beginnen und vieles aufarbeiten wollten. Was leider nicht immer ungefährlich war. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und deshalb spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus.