»Sylvain Prudhomme erzählt diese berührende Geschichte um ein jahrzehntelang gehütetes Familiengeheimnis in langen, gewundenen Sätzen und poetischen Bildern. Der Junge im Taxi ist ein sanfter, ein schwindelerregender und zum Ende hin auch versöhnlicher Roman, der weit über die Geschichte einer einzelnen Familie hinausreicht. « Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur
»Schweigen bildet den Glutkern dieses eindrucksvollen Buches, wobei Simon über die Schweigenden seiner Familie nicht urteilt. Vielmehr zeichnet er die Beweggründe jener nach, die reden. « Lena Bopp, Frankfurter Allgemeine Zeitung
» Der Junge im Taxi , ein melancholischer deutsch-französischer Roman, ist ein eindrucksvolles Plädoyer wider die Geschichtsvergessenheit. Sylvain Prudhomme wartet mit tastenden, brillanten Dialogen auf, besticht durch subtile Gefühlsbeschreibungen und kommt ohne aufgesetzte Pseudo-Dramatik aus. Die vielen, atmosphärisch dichten Schachtelsätze hat Claudia Kalscheuer rhythmisch präzise ins Deutsche übersetzt. « Christoph Vormweg, Deutschlandfunk
»Es ist ein berührender Text, einer aus dem menschlichen Mikrokosmos. Das liebevolle Gemälde einer Großfamilie und ihrer Beziehungen zueinander. Prudhomme pflegt eine schlichte, klare Sprache, die Bilder im Kopf entstehen lässt und alle Sinne anspricht. So gleichmäßig und ruhig Prudhomme erzählt, schlägt die Geschichte immer wieder unerwartete Haken und bleibt spannend bis zum Schluss. Er zeigt die Verletzungen, die in Kinderseelen unmittelbar nach dem Krieg entstanden sind und erhebt für jene die Stimme, die damals vaterlos und mit einem Makel behaftet aufwachsen mussten. « Stefan May, ORF
»Sylvain Prudhomme schreibt eine Prosa, in der man versinken möchte. Sein Roman ist eine Suche, ein Einspruch, eine Wiedergutmachung, um ein kunstvoll inszeniertes Vergessen zu durchbrechen und einen verleugneten Verwandten in die Familie aufzunehmen. « Le Monde
»Selten wurde mit so viel Feinfühligkeit von Schuld, Wiedergutmachung und dem schmerzlichen Nachwirken der Vergangenheit erzählt. Eine Entdeckung. « Münchner Merkur
»Von diesem Buch blickt man auf, als ob man in einer anderen Welt gewesen wäre. Aber eigentlich möchte man nicht aufblicken, man will unbedingt dieses Geheimnis lüften, das am Bodensee seinen Ursprung hat. « Irmtraud Gutschke, der Freitag
»Sylvain Prudhomme alias Simon will keine Rechnungen aufmachen. Er urteilt nicht, er schreibt mit Empathie, voller Spannung in einer äußerst musikalischen Sprache. « Barbara von Machui, Rhein-Neckar-Zeitung
»Ein Roman gegen Geschichtsvergessenheit. « Focus
»In poetischen Bilder erzählt Prudhomme die Geschichte eines Jungen, der Ende des Zweiten Weltkriegs gezeugt wurde als Bastard , von einem Mann, dem der Mut fehlt, sich als Vater zu bekennen. Es sind die kleinen Geschichten und es ist das Leben selbst, die die große Geschichte schreiben. Und es ist Sylvain Prudhommes eigene Story: Der 46-Jährige setzt sich wie sein Ich-Erzähler über das Schweigen in der Familie hinweg. « Ute Teubner, Rhein-Neckar-Zeitung