Devon lebt von Büchern. Sie isst sie, zum satt werden, aber die Geschichten erfüllen ihr Hirn und sie lernt gleichzeitig alles, was sie jemals gegessen hat, da sie zu einer Gruppe von Buchessern gehört. Doch ihr Sohn ist etwas besonderes: Er ernährt sich nicht von Büchern, sondern von den Hirnen von Menschen. Verpönt und gefürchtet bleibt Devon keine Wahl als ihn zu entführen und sich auf die Suche nach dem einzigen Heilmittel zu machen, das gemeinsam mit einer mächtigen Familie von Buchessern verschollen ist.
Das Buch ist aus der Perspektive von Devon erzählt, mit nur kurzen Unterbrechungen anderer Protagonisten. Dabei gibt es immer wieder Sprünge in die Vergangenheit, die immer weiter beleuchtet, wie es zu der Situation kam, in der Devon sich befindet. Devon selbst ist eine Rebellin, aber sie gibt sich auch Mühe, eine gute Mutter zu sein und die Balance zwischen Leben und überleben hinzubekommen.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, allerdings ist die Story stellenweise etwas wirr und ich muss sagen, dass mich einzelne Handlungsstränge nicht überzeugt haben.
Die Idee ist wirklich cool, allerdings fand ich einzelne Aspekte ziemlich vorhersehbar und habe mich oft gefragt, ob das denn wirklich so einfach sein kann oder ob es noch einen Haken an der Sache gibt und war dann etwas enttäuscht. Die Jagd von Devon nach dem Heilmittel ist nicht so spannend, wie ich es mir erhofft hatte und die Vergangenheitsschnipsel sind teils repetitiv und einfach etwas schräg. Dazu gibt es eine komische Lovestory, die einfach nicht passt und ganz viele offene Stränge, die keinen Sinn ergeben.
Mir fehlt hier auch eine Triggerwarnung. Ich habe ein düsteres Buch erwartet, aber keine Gesellschaft, in der Frauen auf diese Art unterdrückt werden. Für einige Lesende könnte das massiv unpassend sein, daher fände ich es wirklich angemessen, darauf hinzuweisen.
Ich muss sagen, dass mich das Buch etwas enttäuscht hat. Ich hatte mir eine ausgewogene und coole Story erhofft und bin nicht überzeugt. Es war stellenweise unterhaltsam, oft aber zu einfach und ich muss sagen, dass mich weder die Erklärung der Situation noch die Auflösung am Ende noch die Durchführung des Konzepts überzeugen konnten.