Nach dem schmerzhaften Betrug durch ihren Freund Jeremy fasst Violet Sinclair einen klaren Entschluss: Nie wieder einen Sportler daten. Um endgültig mit der Vergangenheit abzuschließen, lässt sie sich impulsiv auf eine Fake-Beziehung mit ausgerechnet Reed Darling ein, dem gefürchteten Kapitän des rivalisierenden Eishockeyteams. Was als Schutzschild gegen alte Verletzungen beginnt, entwickelt sich jedoch schnell zu etwas, das sich nicht mehr kontrollieren lässt. Zwischen Vorurteilen, Rivalität und unausgesprochenen Gefühlen geraten Violets Regeln zunehmend ins Wanken.
Rival Darling lebt von seinen leisen Emotionen und den starken Figuren. Violet wirkt verletzlich, widersprüchlich und gerade dadurch sehr nahbar. Ihre Angst vor erneuter Enttäuschung ist jederzeit spürbar und macht ihre Entscheidungen nachvollziehbar. Reed Darling überrascht mit Tiefe, denn hinter seinem Bad-Boy-Image verbirgt sich ein aufmerksamer, respektvoller Charakter, der Violets Grenzen ernst nimmt und ihr Raum lässt. Besonders seine kleinen Gesten sagen mehr als große Worte und verleihen der Liebesgeschichte eine glaubwürdige Wärme. Die Dynamik innerhalb der Darling-Familie bringt Leichtigkeit und Geborgenheit in die Geschichte und bildet einen wohltuenden Kontrast zu Jeremys zunehmend unangenehmer Präsenz. Die Handlung bleibt eher ruhig, verliert dabei aber nie an emotionaler Spannung, da der Fokus konsequent auf Gefühlen, Vertrauen und inneren Konflikten liegt.
Rival Darling ist eine gefühlvolle, cozy Sportsromance, die ohne Spice auskommt und gerade dadurch lange nachwirkt. Alexandra Moody erzählt eine Geschichte über Nähe, Vertrauen und das Überwinden alter Verletzungen, die trotz bekannter Tropes authentisch bleibt. Ein leises, warmes Buch, das unter die Haut geht und ein starker Auftakt der Darling-Devils-Reihe.