Natürlich war ich auf dieses neue Buch von Matthew Blake sehr gespannt, nachdem mir der Vorgänger "Anna O." aus seiner Feder bereits extrem gut gefallen hatte! Als Anfangslage lernen wir die Großmutter Josephine der Protagonistin und Psychologin Olivia kennen. Die junge Frau hat sich auf das Thema "Gedächtnisstörungen" spezialisiert, und ist natürlich genau die richtige, um ihrer Großmutter, die von Demenz betroffen ist, in Paris plötzlich und unerwartet einen Mord gesteht, der viele Jahrzehnte zurückliegen soll. Was verbirgt sich dahinter? Die Erzählweise und der flüssige Schreibstil des Autors lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Ihr weiteres tun die extrem kurzen Kapitel, die mich als Leser dazu veranlasst haben, immer noch eines lesen zu wollen/müssen, da ich aufgrund der hohen Spannungslage unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, u. wie alles zusammenhängt. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven fast aller handelnden Personen und abwechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wir haben es als mit mehreren Handlungssträngen zu tun, was mir sehr gut gefallen hat. Wer steckt hinter dem Mord, der kurz nach Kriegsende angeblich in dem sagenumwobenen Hotel Lutetia in Paris begangen wurde? Was für eine Rolle hat der Psychologe und Mentor Olivias, der alte Louis mit der ganzen Sache zu tun? Und wo ist Tom geblieben, der Liebhaber Olivias, der plötzlich und ohne Erklärung komplett von der Bildfläche verschwunden ist? Hat der auch etwas mit dem Fall zu tun? Ja, man kann vielleicht darüber streiten, ob es sich wirklich um einen echten Thriller handelt oder nur um einen guten Krimi! Aber das war für mich ehrlich gesagt nebensächlich! Ich fühlte mich grandios unterhalten, konnte das Buch kaum aus der Hand legen, u. es bekommt deshalb von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!