Die Bibliotheksauflösung, die eigentlich für ein Wochenende anberaumt war, zieht sich über Monate. Ein Glück für uns Leser/innen, denn so kommen wir nicht nur in den Genuss eines vergnüglichen Ausmist-Memoirs, sondern können uns an so manchem Zitat aus den väterlichen Büchern und den obskuren Funden zwischen deren Seiten erfreuen. So sind wir bei einem Kernthema von Ólafssons Text, dem Verschwinden des Werts, der Bedeutung des Buches und des Lesens in unserer Gesellschaft. Barbara Kadletz, Buchkultur
Ein wunderbarer Band voller Schnipsel und Geschichten, über Familie und Abschiede, verspielt und ernst zugleich. Friederike Biron, Kulturaustausch
Wer Menschen liebt, die Bücher lieben, wird von dieser Erzählung tief berührt sein. Sie verführt zu einer Auseinandersetzung mit dem materiellen wie immateriellen Nachlass. Sie zwingt uns unweigerlich die Frage auf, was wir bewahren und selbst hinterlassen wollen. Jenny von Zepelin, Wirtschaftsmagazin Capital
Ólafssons vielschichtiges Requiem über die Bibliothek seines Vaters erzählt von der Kraft der Bücher, die sich entfaltet, nimmt man nur eines zur Hand. Es geht dabei nicht allein um einzelne Werke und ihre AutorInnen, sondern um das Universum des gedruckten Schriftlichen überhaupt. Frank Keil, Männer-Wege
Während Ólafsson in den Büchern seines Vaters blättert, denkt er über den schwindenden Wert privater literarischer Sammlungen nach; darüber, was das Lesen mit mystischen Erfahrungen verbindet und über die Schwierigkeiten des Loslassen. Trost für bevorstehende Abschiede, literarische wie persönliche. Hernán D. Caro, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Dass Ólafsson letztendlich eine Lösung für sein Problem findet, darf verraten werden. Die zahlreichen Hindernisse, die inneren Schweinehunde, die überwunden werden müssen, die moralischen, ethischen usw. Bedenken, die ihn quälen, werden hier nicht verraten. Peter Urban-Halle, Deutschlandfunk / Lesart
Statt einer nüchternen Bestandsaufnahme entsteht quasi ein gefühlvoller Dialog, der Autor lässt uns sehr lebendig und gefühlvoll darüber nachdenken, was wir bewahren und was zurücklassen müssen und auch über das, was uns geprägt hat. Und stellt dabei fest, dass auch diese schriftliche Erinnerung vergänglich ist. Vierlesen, Instagram
Ragnar Helgi Ólafsson bietet mit Die Bibliothek meines Vaters nicht nur denjenigen, die gerade den Nachlass eines geliebten Menschen auflösen müssen, eine Stütze bei dieser schwierigen und herzzerreißenden Aufgabe. Er öffnet auch die Augen für die Herrlichkeit der Literatur mit ihren zahllosen mal absurden, mal großartigen Facetten. Und er erteilt denjenigen die Absolution, die trotz aller Widrigkeiten einfach nicht aufhören können, Bücher zu lieben. Irène Bluche, radio3
Die Fragen, die der Autor, Verleger, Musiker und Vogelretter Ragnar Helgi Ólafsson sich und uns allen stellt, sind so spannend wie überraschend ( ) Melancholisch, nachdenklich, tröstend und ein Buch über die Frage, wie unsere Gesellschaft mit Alter, Sterben und Verlust umgeht. Deutsch-Isländische Gesellschaft