»So kam Artur Becker unter die Deutschen. Er erlernte die deutsche Sprache, studierte Slawistik und Germanistik. Während er das Polnische in seinen Romanen nicht aussterben lässt, bleibt das Deutsche eine Literatursprache, keine Heimat im Exil, kein portables Vaterland , wie Heinrich Heine sagte. « Michael Braun, Kölner Stadtanzeiger
Die Dinge entwickeln sich niemals gradlinig, naheliegend, dass Becker verschiedene Erzähler zu Wort kommen lässt. Auch das ist der Kniff eines listigen Autors, wenn er als Erzähler in unterschiedliche Rollen schlüpft, mal als ausgefuchster Schelm, mal robuster Schwadroneur. Oder hier: der breitbeinige Berserker demgegenüber der liebestolle Enthusiast. Beckers diverse Erzähler sind Grenzgänger. Der nimmt sich Übertretungen heraus, gewagte Vergleiche, Metaphern aus Überschwang. Christian Thomas, Frankfurter Rundschau
Artur Becker ist ein fantastischer Autor. Carola Willmann, Hr2-kultur Podcast Neue Bücher
Dass diese prallen Lebensgeschichten nicht ins Klischeehafte, Kitschige, abrutschen, darin sieht Literaturkritiker Christoph Schröder die große Klasse dieses beeindruckenden Autors, der in der Öffentlichkeit leider zu wenig Beachtung finde. Christoph Schröder, SWR
Kaum ein Autor kann vom kleinen Glück im großen Weltunglück so schaurig-schöne und unglaublich wahrhaftige Geschichten erzählen wie Artur Becker. Michael Braun, Aachener Zeitung
Diese Zerrissenheit ergreift einen. Der erwachsene Sohn sitzt fest in einer westlichen Metropole, einer Stadt der hohlen Männer, die Staub in Gold verwandeln , im Hotel. Seine betagte Mutter in einem kleinen Ort an der Nordsee hat eine schwere Herzoperation vor sich und es ist nicht sicher, ob sie die überlebt. Es ist die Zeit der Infektionen, Reise- und Kontaktverbote. Ohne dass der Name der Pandemie genannt wird, weiß man Bescheid. Und es ist die Zeit einer Invasion im Osten. Kriegsflüchtlinge retten sich ins Hotel. Tomas Gärtner, Dresdner Neue Nachrichten
Sein jüngster Erzählband Von Barschen, Augustäpfeln und anderen Menschen` speist sich aus Erinnerungen an diese Zeit. Voller Absurditäten, Sehnsüchten und der Suche nach Identität in einer Welt zwischen Heimat und Fremde, Vergangenheit und Gegenwart thematisiert er das eigene Schicksal als Teil der Universalgeschichte. Meinolf Bunsmann, hr-2-kultur
Er zeigt das pralle, nackte Leben, ist in der Form reflektiert und historisch bewandert. Becker hat (hoffentlich richtig gezählt!) neun Romane veröffentlicht, schreibt wunderbare Erzählungen und segelt immer noch ein wenig unter dem Radar der Öffentlichkeit, die er verdient hätte. Journal Frankfurt
"Mal märchenhaft stilisiert, immer deftig zugeneigt und stets ohne gar zu langen Boxenstopp im Psychologisieren mäandert das Buch dem Verlust der Heimat hinterher, um sich dem Finden einer neuen zuzuwenden. Kraftvoll, sentimental und trotz aller Tiefschläge beim Unterwegssein optimistisch wird von und mit wachgehaltener Lebenslust erzählt. Das macht diese Texte so sympathisch. Ulrich Steinmetzger, FAZ