Es gibt Erfindungen, die nie gebaut wurden, Technologien, die nie auf den Markt kamen, Ideen, die nie zu Ende gedacht werden durften. Die Geschichte der Technik ist nicht nur eine Chronik des Fortschritts, sondern auch eine Archä ologie des Verdrä ngten. Was heute glä nzt, steht oft auf den Trü mmern dessen, was nicht sein durfte. Und manchmal genü gt ein einziger Name, um den Spalt zwischen dem, was mö glich war, und dem, was geblieben ist, spü rbar zu machen. Tesla. Nicht der Konzern. Nicht das Logo. Sondern der Mann. Nikola Tesla. Ein Kind des 19. Jahrhunderts mit einem Kopf voller Entwü rfe, die das 21. Jahrhundert noch immer nicht versteht - oder nicht verstehen will. Ein Mann, der mit Blitzen spielte, als andere noch Kerzen ausbliesen. Der trä umte von drahtloser Energie, von einer Welt ohne Leitungen, ohne Abhä ngigkeiten, ohne Stromzä hler. Und der am Ende allein starb - wä hrend seine Aufzeichnungen in Regierungsarchiven verschwanden und seine Ideen zu Randnotizen einer offiziellen Wissenschaft wurden, die sich in der Sicherheit ihrer Dogmen eingerichtet hatte. Die Geschichte dieses Buches beginnt nicht in einem Labor, sondern in einer Lü cke. Zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir glauben zu wissen. Zwischen Teslas Vision von freier, unerschö pflicher Energie - und der heutigen Realitä t von Akkus, Ladezeiten und Netzü berlastung. Zwischen einer Zukunft, die versprochen wurde, und einer Gegenwart, die sich mit Fortschritt schmü ckt, obwohl sie Rü ckschritte neu verpackt. Der Mythos vom Auto ohne Batterie ist keine Verschwö rungstheorie. Er ist ein Symptom. Ein Symptom fü r das Unbehagen an der technologischen Erzä hlung, die uns umgibt. Ein Zeichen dafü r, dass Fortschritt nicht nur daran gemessen werden