Eine erstaunlich wortintensive Sprache bereichert diesen interessanten Roman über Namen und was sie aus uns machen.
Es ist 1987.
Cora muss ihren Sohn traditionsgemäß Gordon nennen, so wie ihr Mann, dessen Vater und Großvater heißen.
Cora möchte ihren Sohn aber gern Julian nennen, was Himmelsvater bedeutet und sie hofft auf Verständis ihres Mannes, da er durch diese Bedeutung ja geehrt wird.
Coras Tochter Maia möchte ihren Bruder Bear nennen, weil er so kuschelig ist aber auch stark und klug sein wird, so sagt sie.
Nun liegt es an Cora, die richtige Entscheidung zu treffen. Für ihren Sohn... Für ihren Mann... Für ihr eigenes Leben...
Denn so wie sie ihren Sohn nennen wird, so wird ihr Leben in unterschiedliche Richtungen verlaufen.
Spannend und unfassbar, wie zu dieser Zeit noch ein Mann mit seiner Ehefrau umgeht...
Wir verfolgen im 7-Jahre-später-Rhythmus alle drei Richtungen und wie sich das Leben der Personen um Bear, Julian und Gordon herum verändert und wie der Sohn selbst sein wird.
Bear finde ich sehr sympathisch. Er hat eine starke Bindung zu seiner Schwester und tatsächlich einen starken Charakter und kuscheligen Ansatz. Er kann gut mit Menschen umgehen.
Julian finde ich eher zurückhaltend und blass.
Gordon nimmt unsympathische Züge an, hat aber auch eine schwere Kindheit, da er seine Mutter an eine Depression nach der Geburt verloren hat.
Es passiert sehr viel, sehr unterschiedliches mit allen Familienangehörigen und dem möchte ich nicht vorweggreifen weil es dieses Buch ausmacht.
Dicht und intensiv geschrieben ist es mitreißend und mitfühlend.
Persönlich hätte es mir besser gefallen, wenn die drei Leben von Bear, Julian und Gordon am Stück erzählt worden wären und nicht alle sieben Jahre hin und her sprängen.
Das ist aber auch meine einzige Kritik.