Wir haben das Spiel in verschiedenen Spieler-Konstellationen gespielt, die meisten Runden habe ich zu zweit mit meiner Tochter bestritten. Das Material war fix bereit, allzu viel gibt es davon auch nicht. Für jeden 25 Schatzplättchen seiner Farbe und 4 Spielfelder, in die diese Schätze dann so zu legen sind, dass gleiche Schätze zusammenliegen, ohne dass ein unpassender dabei ist. Dafür haben manche Plättchen am Rand neben dem Schatzsymbol Lava-Begrenzungen. Da von den 25 Teilen immer nur 20 benutzt werden, weiß man nie, was am Ende rauskommt. Die Anleitung hatten wir relativ schnell gelesen und die Videoerklärung ist auch sehr verständlich. Nur beim Punkte zählen am Ende mussten wir uns manchmal noch rückversichern, wie gewertet wird.
Gut gefallen hat uns, dass alle Spieler gleichzeitig ihr Schatzplättchen auf ihrem persönlichen Spielfeld platzieren. So waren wir alle gleichzeitig beschäftigt und nur gelegentlich musste man abwarten, bis die Mitspieler fertig waren. Gerade in den ersten Partien und bei Mitspielern unterschiedlichen Alters wäre eine Art Sichtschutz schön gewesen, denn ohne wirft man doch ab und an einen Blick auf die anderen Felder. Auch durch ähnliche Taktik sahen die Spielfelder bis zu einem gewissen Punkt nahezu gleich aus, da ja jeder dieselbe Schatzkarte legen muss. Zuerst ist das auch relativ leicht. Schwieriger wird das Spiel gegen Ende, wenn es nicht mehr so viele freie Felder gibt. Da passierte es schon mal, dass jegliche Taktiv für die Katz war. Da braucht man etwas Frustrationstoleranz. Doch gerade da wurde es auch richtig spannend und lustig, wenn sich der ein oder andere verzweifelt die Haare rauft, weil sein Hort plötzlich doch keine dicken Punkte einfährt.
Das Punktezählen erfordert etwas Konzentration, da man den Überblick behalten muss, wo die wertbaren Felder liegen und welche davon man schon mitgezählt hat. Hier wäre es nicht schlecht gewesen, wenn es kleine Punktesteinchen oder eine ähnliche Hilfe geben würde. In der Anleitung sind die verschiedenen wertbaren Bereiche farbig markiert, aber das geht auf dem Spielplan natürlich nicht. Gerade die jüngeren Mitspieler können sich da schnell verzählen oder Felder vergessen bzw. doppelt rechnen. Durch den Endspurt war der Sieger bei uns am Ende oft eine Überraschung. Trotzdem war das Spiel irgendwie kommunikativ und hat vor allem bei den letzten Plättchen einer Runde für lustige Momente gesorgt. Manchmal sah man förmlich die Köpfe rauchen. Beim Spiel allein macht es Spaß zu versuchen, seine persönliche Höchstschatzzahl zu schlagen.
Interessant fände ich eine Version für erfahrene Spieler, bei der man den anderen in die Parade bzw. den Hort fahren kann, um Punkte zu verhindern. Da das Spiel komplett aus Pappe besteht ist der Preis vielleicht etwas hoch angesetzt, dafür ist die Optik aber auch sehr schön.