Die Wächter aus Stroh - Psychothriller
Eine entkommene Jugendliche. Neun Strohwächter in einem brandenburgischen Forst. Und ein Code, der nur dann schützt, wenn ihn jemand zu lesen versteht.
Als die 17-jährige Leni Rausch nach einem Jahr spurlosen Verschwindens vor der Praxis der Landärztin Freya Hahn zusammenbricht, hat sie mehr bei sich als Angst: an ihren Handgelenken feine Drahtabschürfungen, an den Lippen das Wort "Wächter". Auf einer abgelegenen Lichtung finden die Ermittler neun mannshohe Strohkörper, an Birken fixiert. In Einmachgläsern hängen Schmetterlingsflügel, Kartenfragmente, fettige Punkte auf gefaltetem Papier - Morse. Was wie Aberglaube wirkt, entpuppt sich als präzises Rettungssystem.
Kriminalhauptkommissarin Liv Dorow (LKA Brandenburg) und Revierförster Malte Riedel - topografisches Gedächtnis, ex-Heeresbergführer - folgen Lenis Spuren durch Kiefernwald, Moor und alte Militärrelikte. Die Hinweise führen zur aufgegebenen Wetterstation K-35 und zum verlassenen Ferienlager "Eulenbruch". Hinter dem Decknamen Projekt AMSEL verbirgt sich ein illegales "Survival-Programm": Schlafentzug, Schweigeregeln, Orientierungsmärsche - eine Prüfung, die bricht, statt zu bilden. Leiter Henning Quast ist militärisch, kontrollierend, charismatisch; Sonja Peetz rekrutiert Jugendliche scheinbar hilfsbereit über soziale Einrichtungen.
Als Lenis frühere Freundin Mara verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen Zeit, Wetter und Täuschung. Leni stellt heimlich drei "Wächter" neu aus, kodiert Winkel und Distanzen, lockt die Täter aus der Deckung - und zwingt die Ermittler, Wald wie eine Landkarte und wie eine Sprache zu lesen: Kompasspeilungen, Knoten im Zwirn, Pfeifsignale, Funkklacken. Ein Lenkfeuer lenkt Einsatzkräfte ab, Drohnenwärmebilder zittern über dem Moor. Die Spur endet im Korbbruch - zwischen falschen Bohlen, verborgenen Schächten und der Entscheidung, wer führt und wer verführt.
Dieser Roman verbindet psychologische Spannung mit erdiger Outdoor-Realistik und einem Rätsel, das nicht in Bibliotheken, sondern zwischen Birken, Mastenfeldern und Moorinseln gelöst wird. Er erzählt von Kontrolle und Gegenkontrolle, von Schweigen als Waffe und Sprache als Rettung, von Schuld, Loyalität und der Frage, wie man ein System benutzt, das einen benutzt hat. Leni ist kein Opfer, das gerettet wird - sie ist diejenige, die die Wächter versteht und umstellt.
Was Sie erwartet:
Nachspiel mit Sog: Ein unscheinbarer Stroh-Talisman in Livs Post, der Satz "Nicht alle Wächter waren aus Stroh" und ein Datenträger, der Knotenpunkte in anderen Bundesländern nennt, öffnen das Feld für mehr - doch dieser Band schließt den Fall konsequent und befriedigend ab.
Für alle, die psychologische Spannung lieben, in der Natur kein Hintergrund, sondern Gegenspieler ist - und für Leser*innen, die mitatmen, mitrechnen, mitgehen wollen.
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