Der Buchclub am Strand beinhaltet 496 Seiten. Das Cover gefällt mir und es passt sehr gut zu dieser Geschichte. Der Klappentext hat mich auf das Lesen neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht.
Ein Sommerroman, bei dem man gut abschalten kann. Der Sommerbuch Club in der kalifornischen Stadt Los Lobos befolgt drei Regeln. Es werden keine traurige Bücher gelesen, kein Stress in der Lesezeit, ein Glas Wein darf sein. Dieses Jahr haben sich drei Frauen zusammen getroffen, es sind Laurel, Paris und Cassie. Sie haben ein Buch gewählt, das hilft dem Alltag zu entfliehen. Alle drei sind gerade in der Umbruchphase und zweifeln in vielen Momenten. Seit Laurels Scheidung fühlt sie sich als schlechteste Mutter, da sie ihre Tochter offenbar ein negatives Männerbild vermittelt hat. Cassie verliebt sich immer in Männer, die sie abservieren. Und Paris ist verwirrt, nachdem sie den einzigen Mann verjagt hat, der mutig genug war, sie zu heiraten. Nun, inspiriert von Heldinnen, die ihr Lebensglück an erster Stelle sehen, beginnen die drei Frauen, neue Schritte zu wagen, schließen neue Bekanntschaften und nehmen ihre Schicksale selbst in die Hand. Oft mit Erfolg, das haben sie sich selbst nicht zugemutet, dass sie es noch schaffen werden.
Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig. Es gibt humorvolle, aber auch ernste Momente. Es sind nicht zu lange Abschnitte, somit liest es sich angenehm. Es wird aus der Perspektive der jeweiligen Frauen erzählt. Vieles ist so bildhaft und detalliert dargestellt, man erlebt es, als wäre man selbst vor Ort. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, haben aber einiges gemeinsam. Sie wirken auf den Leser lebensecht, authentisch und sympathisch, werden im Laufe der Geschichte stärker und mutiger in ihrem Handeln. Es war lustig, unterhaltsam, aber auch interessant und tiefgründig. Die Autorin hat viele ernsthafte Themen angesprochen, mit denen unsere Protagonisten zu kämpfen haben. Wie so oft standen Familie, Liebe und Freundschaft im Vordergrund. Nicht wirklich nebensächlich, denn auch nicht ohne die Selbstfindung, dem Ergreifen zweiter Chance, der Erziehung, dem Loslassen von Vergangenem, dem Überwinden von Ängsten, das Wagen eines Neuanfangs. Immer wieder ist es mir während dieser Lektüre passiert, dass ich selbstreflektiert habe, wie ich in jeweiligen Situation gehandelt hätte. Mir hat es im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Deshalb vergebe ich vier Sterne und gebe eine Weiterempfehlung für den diesjährigen Sommer.