Die Geschichte um Noa und Levi hat mir grundsätzlich gefallen. Ich mag die beiden und kann ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Letztlich ging es bei ihnen nur um ihre Vergangenheit und die die daraus folgenden Konsequenzen ihres Handelns. Viel gibt es da auch nicht zu erzählen und die Aufarbeitung hat sich in die Länge gezogen. Dabei ist ihre Geschichte von vor zwei Jahren fast noch interessanter als die Gegenwart. Der Plot am Ende ist zwar überraschend, hat mich aber auch nicht komplett abgeholt. Leider ist der Sportaspekt völlig in den Hintergrund geraten. Ich habe mir packende Duelle auf dem Tenniscourt erhofft, diese spielen sich allerdings eher außerhalb ab. Das hat mich wirklich enttäuscht, gerade in den vorherigen Bänden wurde die Leidenschaft für die jeweiligen Sportarten so gut rüber gebracht. Angeblich sind Noa und Levi wahre Talente, nur leider sieht man davon eher wenig. Spielen die beiden nur Mixed oder auch im Einzel? Denn im Mixed ist im Profitennis nicht viel zu holen und das Einzel wurde hier komplett weggelassen. Schon bei diesem Thema fehlt mir die klare Einordnung. So hätten Noa und Levi locker auch Sänger oder Leichtathleten sein können. Bis zum letzten Kapitel, bei dem etwas Wettkampfstimmung auf kam, ist das Thema Tennis völlig unter gegangen. Aber genau darum sollte es doch in einer Sportromance gehen.
You are my Wildcard konnte nicht überzeugen und ist für mich eine Enttäuschung. Keine Frage, die Charaktere sind sympathisch und ihre gemeinsame Geschichte ausufernd erzählt, aber der Sport ist völlig auf der Strecke geblieben. Genau das hat die Reihe für mich aber ausgemacht, weshalb mich die Handlung in dieser Hinsicht leider enttäuscht hat.