Jenny Meier legt seltsame Eier: sie sind fleckig. Doch auch die Eier der anderen Hühner im Stall sind scheinbar etwas ganz Besonderes: getupft, gestreift, strahlend oder sogar funkelnd. Als schließlich ein Ei zu sprechen beginnt, müssen die Hühner jedoch zugeben, dass sie ein wenig geflunkert haben. In der Hoffnung, es so ins Bilderbuch zu schaffen, haben sie ihre Eier schöner gemacht, als sie eigentlich sind. Denn in Wahrheit sind sie alle ganz schlicht eierschalenfarben.
Gerade als der Erzähler die Hühner dafür zur Rede stellen will, droht plötzlich Gefahr. Und nun zeigt sich, was wirklich in ihnen steckt.
Mit viel Humor vermittelt dieses Kinderbuch, dass innere Werte, eigene Fähigkeiten und Zusammenhalt wichtiger sind als der äußere Schein. Die Geschichte wird in kurzen, größtenteils gereimten Texten altersgerecht erzählt. Besonders charmant ist der direkte Austausch zwischen Erzähler und Hühnern, die ihm durchaus Kontra geben. An einigen Stellen werden Kinder animiert, selbst einen passenden Reim zu finden; das sorgt für zusätzlichen Mitmachspaß.
Die Illustrationen sind kindgerecht, farbenfroh und dennoch angenehm übersichtlich. Die Hühner sind liebevoll und witzig gestaltet, fast so bunt, wie sie sich ihre Eier vorgestellt haben.
Ein gelungenes Kinderbuch, das nicht nur zur Osterzeit Freude bereitet!