Feen der Dämmerung hat mich direkt in eine Welt gezogen, die sich gleichzeitig geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich angefühlt hat. Schon nach den ersten Seiten hatte ich dieses besondere Gefühl, dass hinter allem noch viel mehr steckt, als man zunächst sieht.
Ich mochte die Stimmung unglaublich gern. Dieses Spiel aus Licht und Dunkelheit, aus Magie und leisen Gefahren, hat mich durch das ganze Buch begleitet. Es war nie zu schwer oder bedrückend, aber auch nicht nur leicht und verspielt genau diese Balance hat es für mich so spannend gemacht.
Die Figuren haben sich für mich nach und nach entfaltet. Am Anfang war ich noch ein bisschen auf Abstand, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr konnte ich ihre Gedanken und Entscheidungen nachvollziehen. Besonders schön fand ich, dass sie nicht perfekt sind, sondern Ecken und Kanten haben. Das macht sie einfach greifbarer.
Was mir besonders gefallen hat, war die Fantasie hinter der Geschichte. Die Welt wirkt kreativ und lebendig, ohne dabei überladen zu sein. Es gibt viele kleine Details, die das Ganze besonders machen und die man beim Lesen nach und nach entdeckt.
Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass bestimmte Momente noch etwas mehr Raum bekommen. Gerade einige Szenen waren für mich fast zu schnell vorbei, obwohl sie eigentlich viel Potenzial hatten. Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt gut getragen.
Am Ende bleibt bei mir vor allem dieses leicht geheimnisvolle Gefühl zurück, das mich auch nach dem Lesen noch begleitet hat. Es ist kein Buch, das laut wirkt, sondern eher leise und ein bisschen magisch und genau das hat mir richtig gut gefallen.