Der Schreibstil der Autorin traf zunächst nicht meinen Geschmack und es hat ein paar Kapitel gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe, dann hat er mir aber ganz gut gefallen. Die Autorin bringt viele kleine Hintergundinformationen mit ein, die auf den ersten Blick nicht weiter wichtig sind, aber dafür sorgen, dass man sich ein gutes Bild über die Charaktere machen kann und die Geschichte lebendig macht. Jede der drei Frauen hat ihre ganz eigene Persönlichkeit, sodass sie sich darin auch voneinander unterscheiden und trotzdem als Trio funktionieren. Allerdings hat die Vielzahl der Informationen, die in vielen Fällen auch einfach nicht wichtig für die Story waren, leider irgendwann dazu geführt, dass das Buch sich etwas gezogen hat.
Ansonsten übermittelte das Buch die Stimmung, die ich mir nach dem Klappentext vorgestellt habe: Die Charaktere sind mitten in der Phase zwischen Jugend und Erwachsensein und wissen noch nicht wirklich, wer sie sind. Gleichzeitig spürt man das starke Band einer Freundschaft, die sie seit der Jugend begleitet hat und mit denen sie so viele Erlebnisse und Erinnerungen verbindet. Der Zusammenhalt der drei kommt hier ganz klar rüber und man merkt wie wichtig die Freundschaft für jeden der drei ist. Gleichzeitig schwingt aber auch der Verlust von Lydia mit, durch den sich doch in der Freundschaft geändert hat und die drei natürlich belastet. Diesen Verlust versuchen sie durch jede Menge Party, Alkohol und Drogen zu betäuben, was dann irgendwann wirklich etwas viel des Guten war.
Am Ende muss ich sagen, hatte ich mir dann doch mehr von diesem Buch erhofft: Mehr Entwicklung der Charaktere, raus aus dem Partyleben hin zu "Wir müssen unser Leben in den Griff bekommen". Trotzdem hat die Autorin es geschafft, das Gefühl von tiefer Freundschaft zu vermitteln und auch diese Phase zwischen Jugend und Erwachsensein hat sie gut eingefangen.