»Es ist ein Spiel mit Erwartungen und Zuschreibungen, mit Sehnsucht, Angst und Vorurteil, das Julya Rabinowich vorantreibt. Sie nutzt es, um ein Thema einzukreisen: die Kurzsichtigkeit vorschneller Kategorisierung. Wo stehen die Leser inmitten der Klischees und Vorurteile, der Zuschreibungen und Ängste, die die Gegenwart prägen? Mit all dem treibt Julya Rabinowich ein unerbittliches Spiel. Sie ermutigt zu der großen Frage, wie jemand zu dem oder der wird, die man meint, sein zu müssen, oder die man sein will. Jeder Mensch hat eine Geschichte. Darin liegt die Möglichkeit einer Gegenerzählung. Aus der Tragödie von Romeo und Julia wird die vorsichtig versöhnliche Utopie von Mo & Moritz . « Christine Knödler, Süddeutsche Zeitung, 03. 02. 2026
»Sehr klug macht das Julya Rabinowich, weil sie einerseits eine sehr 'sweete' Liebesgeschichte erzählt, die sehr romantisch ist und die andererseits aufgeladen ist mit kulturellen Konflikten. . . . Der Frisiersalon vom Herrn Franz ist ein ganz wunderbar erzählter Handlungsort. . . . Im Schatten der Oper setzt diese Liebesgeschichte immer wieder an und erzählt gleichzeitig auch mit der Wucht und Dramatik einer Oper. « Heidi Lexe, Deutschlandfunk, 07. 03. 2026
»Zu Beginn des Buchs ist Mo gerade von der Schule geflogen (der erwähnte Rassismus), bekommt aber eine zweite Chance als Auszubildender in einem edlen Wiener Friseursalon. . . . Hier lernt Mo das Lebenswichtigste über zwischenmenschliche Beziehungen, über Toleranz, Mut und Großzügigkeit. Die Szenen im Salon sind deshalb . . . fast die schönsten, rührensten des ganzen Buchs. . . . Dass Mo und Moritz mit wirklich allem zu tun haben, was an politischem Sprengstoff gerade so in der Luft liegt (Antisemitismus, Rassismus, Islamismus) an dieser Situation lässt sich einiges erzählen über die heutige Gesellschaft in all ihrer Komplexität. « Anna Vollmer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. 03. 2026
»Rabinowich Charakterzeichnungen sind intim, mitfühlend, plastisch, präzise. Die prägnanten Konturen ihrer Figurenskizzen verdeutlichen umso mehr die Risse, die sich zwischen den Personen auftun. Status oder Familie sind dabei in letzter Konsequenz zweitrangig: Zuvorderst sind wir alle einfach Menschen. Die Frage aller Fragen lautet immer schon: Wie überwinden wir die Abgründe zwischen uns und finden uns wieder als geeinte Menschheit? Wir alle kennen die eine, einzige Antwort: Mut zur Liebe, Mut zu lieben, Mut zu sich selbst. Mo & Moritz gibt sie nachdrücklich, berührend und ganz nah an der jungen Wirklichkeit. « Helmuth Santler, Der Standard, 21. 02. 2026
»Dieses Buch sollten unbedingt so viele Menschen wie möglich lesen. Es ist romantisch, es ist wunderschön erzählt. Es ist ein unglaublich packender, kluger Roman und es ist eines dieser Bücher, das einen mit der Welt versöhnt. Nicht weil es keine Probleme ansprechen würde, sondern weil es die Probleme so differenziert und klar anspricht wie es nötig ist, um eine Lösung zu finden. Ein tolles, tolles Buch sehr berührend. Das sollte jeder lesen! « Johannes Kössler, ORF Guten Morgen Österreich, 03. 02. 2026