Thomas Jefferson war der dritte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und er hatte ein dunkles Geheimnis, dass nach zwei Hundert Jahren ans Licht kam. Sally Hemings war nicht nur seine Sklavin, sondern seine große Liebe, immer an seiner Seite und sie schenkte ihm auch Kinder. Auf dem großen Anwesen von Monticello wächst Sally auf, wird zur Geliebten von Thomas Jefferson und reist dann auch mit ihm durch die Welt. Sie lernt andere Sprachen kennen, andere Kulturen, freie Schwarze, sie bekommt schöne Kleider und Schmuck und auch probiert sie fremde Gerichte und Spezialitäten. Immer wieder schafft es Thomas Jefferson sie an sich zu binden, auch wenn Sallys Mutter und ihr Bruder James ihr immer wieder ins Gewissen reden. Das Leben ist hart und Sally sieht das Leider Sklaven und erhebt ihre Stimme, aber sie liebt eben auch Thomas Jefferson.
Barbara Chase-Riboud hat Sally Hemings nach zwei Hundert Jahren eine Stimme gegeben und was für eine! Ein gewaltiges Buch, ein Zeitzeugnis, ein Buch über die große Liebe zwischen einer Sklavin und einem US-Präsidenten. Viele historische Fakten, Sklavenverkäufe, Bestandsaufnahmen und Berichte und Briefe lässt die bekannte Künstlerin in diese Romanbiografie einfließen und wir erleben alles hautnah mit. Das geht einem sehr nahe und manchmal über die Grenzen des erträglichen hinaus, aber das Leben der Sklaven war hart, sehr hart. Kein einfaches Buch, dass man einfach so weg lesen kann, aber ein wichtiges Zeitzeugnis und das Portrait einer starken Frau. Für Fans von historischen Stoffen, wahren Geschichten und Romanbiografien wie Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses. Ein sehr wichtiges Buch, dass der Diogenes Verlag wieder veröffentlicht hat.