Vor vielen Jahren haben ich einige der ersten Fälle von Kostas Charitos gelesen, die ich außergewöhnlich fand und bin vor Kurzem wieder in die Reihe eingestiegen. Kostas Entwicklung auf der Karriereleiter ist realistisch und so bekommt man durch ihn in seiner aktuellen Funktion eine übergeordnete, manchmal auch oberflächliche, Perspektive eines Behördenleiters zu sehen, was eine schöne, glaubhafte Abwechslung ist. Da er gerne vor Ort ist und teilweise selbst ermittelt, wird die Aufklärung vielseitig dargestellt. Der Fall ist ungewöhnlich und mir hat sehr gut gefallen, dass die Motive der Täter typisch für das Setting in Griechenland sind und sich nicht einfach auf jedes beliebige Land übertragen lassen. Kostas Familienverbundenheit transportiert einen typisch griechischen Charme, war mir aber teilweise etwas zu viel. So häufen sich Informationen über Besprechungen, Staus und Mahlzeiten und die vielen Wiederholungen wären nicht nötig gewesen. Die Dialoge wirken manchmal etwas hölzern, so dass ich für dieses kleinen Kritikpunkte einen Stern abziehe.