Payton ist die nächste. Nach Renee ist sie nun die zweite Person, die nach Frances Tod Informationen zu SABLE erhält. Prescotts Machenschaften zusammen mit den Harringtons und Whitemores werden immer mehr belegt.
Ob sie dabei auch auf die gesuchten Infos zu den mysteriösen Todesumstände ihres Vaters stößt?...
Band zwei setzt relativ nahtlos an Band eins an. Die Kapitel werden weiterhin mit Schlagzeilen begonnen und zwischen den Kapiteln finden ich immer wieder auch fast schon prosaartig anmutende Abschnitte aus der Sicht Orfeos.
Die anderen Kapitel sind auch hier wieder aus der Sicht der zentralen Figuren.
In diesem Fall sind das Payton, Julian und Nicholas.
Jeder bringt seinen eigenen Charme mit, was sich auch gut in den einzelnen Kapiteln wiederfindet.
Paytons Flüche in Spanisch sind da auch sehr erfrischend.
Alle drei wissen, was sie wollen, was vielleicht auch einer der Gründe ist, warum es so gut passt.
So kämpfen sie für ihre Ziele und scheuen auch nicht davor zurück Fehler einzugestehen, Zugeständnisse zu machen, oder sich selbstkritisch zu reflektieren.
Mit der brisanten Story im Hintergrund, die es zu enthüllen gilt, ist gewiss wenig Platz für impulsive Entscheidungen.
Nichtsdestotrotz neigt man untereinander gerade von Paytons Seite aus doch gerne mal mit Julian und vor allem Nicholas. Fast schon hormongesteuert, ist die Leidenschaft überaus spürbar und auch lesbar. Spicy wird es so zwischendurch und vor allem am Anfang doch sehr.
Nach und nach rücken dann auch andere Gefühle in den Vordergrund, auch wenn mir das alles in Teilen etwas zu schnell abgehandelt wird.
Gerade der Aspekt der DreierKonstellation, die man doch seltener liest, war mir manchmal zu schwach ausgearbeitet. Da bot sich noch so manches Potential.
Band eins mit Second Chance fand ich fesselnder geschrieben.
Wichtiger und spannender war in diesem Buch doch die Intrige, die sich durch die ganze Reihe zieht und nach und nach immer mehr aufgedeckt wird.
Band zwei steht Band eins in diesem Punkt in nichts nach, was mich auch dazu führte, immer weiter lesen zu wollen.
Die Entwicklungen rund um die Hauptakteure rückten für mich so etwas in den Hintergrund und hätten mich ohne diese Thematik der Korruption auch nicht so fesseln können.
Umso besser, dass es sich hier um ein weiteres Gesamtpaket handelt.
Ich bin restlos davon begeistert, wie die Autorin diese Welt aufbaut und besonders Orfeo eine eigene, mysteriöse und absolut passende Note hat. Der Schreibstil war auch hier für mich wieder sehr gelungen.
So schafft es dieses Buch, weitere Personen vorzustellen und gekonnt weitere Details ans Licht zu bringen. Ich bin sehr gespannt, wie das Finale ausfallen wird und sich die nächsten beiden Protas in dieser gefährlichen Welt zurechtfinden werden.
Alles in allem gebe ich diesem Teil 4 / 5 Sternen.
Die Machenschaften in den Familien der handelnden Personen sind gewohnt spannend verpackt. Was die Beziehungsebene der drei Hauptprotagonisten angeht, war ich nicht ganz so sehr gecatcht wie in Band eins.
Damit liefert dieses Buch ein solides Gesamtergebnis, des doch gerne schweren zweiten Teils einer Trilogie.