Inhalt: Eigentlich sollte es ein Segeltörn unter Freunden werden. Doch plötzlich treibt einer von ihnen tot neben der Yacht. Als ein Sturm aufzieht und ihr charismatischer Anführer fehlt, müssen die anderen nicht nur gegen das Meer und um ihr Überleben kämpfen, sondern sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Meinung: Zwischen Ebbe und Wut ist ein spannender Jugendthriller, der auf mehreren Zeitebenen erzählt wird. Einerseits erlebt man die dramatischen Ereignisse auf offener See, andererseits erfährt man durch Emmas Erinnerungen, was zuvor geschehen ist. So lernt man die Anfänge der Freundschaften kennen und bekommt einen Einblick in die Entwicklungen, die schließlich zu diesem verhängnisvollen Segeltörn geführt haben.
Emma erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive. Sie ist ruhig, klug und so etwas wie die rechte Hand des Anführers. Nach außen wirkt sie stark, doch sie verbirgt seit Jahren ihre Gefühle für ihn. Clarence, der Anführer der Gruppe, ist charismatisch, selbstbewusst und steht im Mittelpunkt. Die anderen orientieren sich an ihm. Nur sein Stiefbruder Victor, der neu dazukommt, geht seinen eigenen Weg. Er wirkt cool und unabhängig, gleichzeitig aber auch anziehend. Sam ist der sanfte Poet der Gruppe und mit Elise zusammen, die das letzte Mitglied der Clique ist.
Alle außer Victor sind erfahrene Segler und fühlen sich auf dem Wasser zu Hause. Sie lieben das Meer und haben sich lange auf diesen gemeinsamen Törn vorbereitet, der schließlich alles verändert.
Die Geschichte lebt von Emmas Erzählweise, durch die man tief in die Dynamik der Gruppe eintauchen kann. Das Setting auf dem offenen Meer verstärkt die Spannung zusätzlich und sorgt dafür, dass die Herausforderungen für die Jugendlichen besonders intensiv wirken.
Auch wenn mir die Figuren nicht alle nahegegangen sind, konnte mich das Buch insgesamt fesseln und gut unterhalten.
Fazit: Ein gelungener und spannender Jugendthriller.