Als Sören auf einem Flohmarkt "Giganten der Urzeit" kauft, ahnt er noch nicht, dass er bald im größten Abenteuer seines Lebens stecken wird. Er möchte mit dem Dino-Zucht-Set den coolsten Jungen der Klasse, der eigentlich schon alles hat, auf sich aufmerksam machen und als Freund gewinnen. Es klappt so mittelprächtig. Doch dann findet seine nervig-schlaue kleine Schwester Fine das Set und Eierschalen zerfetzt in Keller. Was sit passiert? Das ahnt Sören spätestens, als Tommy anruft und von einem Brontosaurier in seinem Garten berichtet. Sollte das Set wirklich funktioniert haben?
Wir hatten bereits den ersten Band der Reihe "Hilfe, zu viele ..." gelesen, in dem es um Eulen ging. Den fanden wir schon toll und wollten daher unbedingt auch das Abenteuer mit den Sauriern lesen. Im Grunde geht es in der Reihe um Schüler*innen der Klasse 4 B aus Proppen an der Voll. Jeder und jede von ihnen bekommt hier anscheinend seine/ihre eigene Geschichte geschrieben. Diesmal ist es Sören, aber auch Tommy, den er unbedingt zum Freund haben will, ist in dieser Klasse. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, meint man. Denn Sören ist so der Normalo mit einer naseweisen Schwester, während Tommys Eltern reich sind und er als Einzelkind damit alles hat, wovon andere nur träumen können. Sören nutzt einen Flohmarktfund, um ihn dennoch zu beeindrucken. Obwohl das nur mäßig klappt, müssen die beiden bald zusammenarbeiten. Wir mochten beide Jungs irgendwie, aber vor allem, wie sie sich beim gemeinsamen Abenteuer entwickeln. Unser heimlicher Star des Buches ist aber die kleine Schwester Fine, die schlau, mutig und witzig agiert und oft für kleine überraschende Momente sorgt.
Natürlich gibt es in einem Saurier-Abenteuer auch Dinos zu bestaunen. Allerdings sind einige davon nicht handzahm, sondern erinnern eher an Jurassic Park. Doch was genau in dem Buch passiert, möchten wir nicht vorwegnehmen. Es ist auf jeden Fall eine sehr aufregende Dinojagd. Fragt sich nur, wer darin wen jagt. Während der erste Band eher ruhiger und magischer war, wimmelt es hier von spannenden Momenten, doch die Ideen sind wieder sehr phantasievoll und man liest wie gebannt. Die Geschichte kann somit auch Kinder fesseln, die Problem haben, beim Lesen am Ball zu bleiben. Die lustigen SW-Zeichnungen passen hervorragend dazu und lockern den Text auf. Freundschaft spielt auch hier eine große Rolle. Das Buch ist selbst für Erwachsene ein Spaß, denn vor allem die Namen der Bürger von Proppen an der Voll haben bei mir als Mitleser*in für Lacher gesorgt. Wir können Euch die Reihe bisher nur empfehlen und sind wirklich gespannt, auf Abenteuer Nr. 3: Hilfe, zu viele Vampire! 5 Sterne