Die Autorin nimmt ihre Leser erneut mit nach Valentine. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und die Geschehnisse werden im Wechsel aus Sicht der Protagonisten wiedergegeben. Im Fokus stehen diesmal der Bänker Ethan und die Blumenladenbesitzerin Ivy. Die Charaktere wirken authentisch und sympathisch, sodass man gut mit ihnen mitfühlen kann. Das Cover ist sehr schön gestaltet und fügt sich gut in die Reihe ein.
Ethan arbeitet in einer Bank und schenkt seiner Kollegin Cathrine zweimal in der Woche einen Blumenstrauß. Doch Cathrine scheint nicht an ihm interessiert zu sein, nimmt aber die Annehmlichkeiten, die Ethan ihr entgegenbringt, sehr gerne an. Jeden Morgen wird er von seinem Cousin Kyle schon eine Stunde vor den Öffnungszeiten in das Cafe gelassen, um seiner Routine nachzugehen.
Ivy liebt ihren kleinen Blumenladen und hofft, dass sie als Selbständige den Ort mit ihren Blumen einige Farbtupfer geben kann. Ihre Eltern sind davon nicht begeistert und scheinen auch sonst nicht sehr liebevoll zu ihren Kindern zu sein. Da das Flower Power in den ersten Monaten eher schlecht als gut läuft, fragt sie bei ihrer Mutter immer mal wieder wegen einer kleinen Finanzspritze nach.
Neun Monate schenkt Ethan nun schon Cathrine Blumen und holt sie morgens immer vor der Haustür ab, doch so wirklich scheint sie nicht an ihm interessiert zu sein. Ivy macht sich bei den Blumensträußen große Gedanken, was diese aussagen sollen, doch die Sprache der Blumen scheinen die Bewohner in Valentine nicht zu sprechen. Als Ivy eines Abends von ihren Eltern vor die Wahl gestellt wird, entweder Selbstständigkeit oder bei ihren Eltern wohnen, packt sie überstürzt ihre Sachen und will unbedingt beweisen, dass sie es selbst schaffen kann. Als Ethan das mitbekommt macht er sich Gedanken, warum die kleinen Läden in Valentine so schleppend laufen und wie er Ivy und die anderen unterstützen kann. Er macht zum einen in seinem Umfeld Werbung für das Flower Power, sorgt aber auch dafür, dass Ivy aktiver auf potenzielle Kunden zugeht. Zudem macht er sich langsam Gedanken, ob Cathrine sein Verhalten als Stalking oder Bedrängen auffassen könnte und ist daher über die Ablenkung froh. Er hat Spaß Ivy etwas anzuleiten und zusammen mit ihr und Savannah Konzepte zu erarbeiten, dass die kleinen Läden besser von den Bewohnern angenommen werden. Mit der Zeit fragt er sich sogar, was er all sie Monate an seiner Kollegin so toll gefunden hat und ob nicht vielleicht sein Glück eher bei einer Frau wie Ivy zu finden ist. Doch hat Ivy eigentlich gerade den Kopf frei für romantische Gefühle und findet sie Ethan anziehend? Wird Ivy das Selbstbewusstsein erlangen, um ihr Flower Power auf gesunde Beine zu stellen? Ist sie wirklich so beziehungsunfähig wie sie denkt und was ist zwischen den Eltern vorgefallen, dass sie ihren Kindern nicht mehr zeigen konnten, wie sehr sie sich und ihre Kinder lieben?
Und wieder können die Leser die Familien aus Valentine besser kennenlernen und mitfiebern, ob die Rentnergruppe ihrem Ziel etwas näherkommt und dafür sorgt, dass Valentine wirklich die Stadt der Liebe wird.