Auf der nördlichsten, noch bewohnten Insel Großbritanniens lebt der Leuchtturmwärter nach dem Tod seiner Frau alleine mit seinem Sohn Ouse. Hin und wieder, immer wenn das Geld knapp wird, vermietet er eines der kleinen Häuschen. So kommt der Schriftsteller Firth während einer Lebenskrise auf das Eiland. Bald steht Ouse zwischen seiner Routine und etwas Neuem, Unbekanntem, denn Firth zeigt ihm, dass das Leben auch anders sein kann. Wird er sich darauf einlassen, dieses Andere zu erkunden?
Der Autor sorgt mit seiner fast poetischen Sprache für eine ganz besondere Atmosphäre, in die man schnell eintaucht. Er erzählt sehr langsam, weshalb ich ein wenig Zeit gebraucht habe, mich in die Geschichte einzufinden. Lässt man sich darauf ein, ist es ein besonderes Erlebnis, die Zeit mit den Protagonisten zu verbringen. Der Erzählstil schafft Beschreibungen von der Natur und dem Leben, so dass ich mich auf die Insel versetzt gefühlt und die Stürme miterlebt habe. Ich konnte nur sehr langsam lesen, was der Sprache geschuldet war. Sie hat mir einerseits gut gefallen und andererseits hohe Ansprüche an die Konzentration gestellt. Wer sich auf all das einlassen kann, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.