Paula ist glücklich. Sie sieht ihre Zukunft klar vor Augen. Ihr Erbe, ein Haus, das sie für viel Geld vermieten will, ist der Grund für ihr Glück. Was liegt für sie näher, als mit ihrem Lebensgefährten Tiberio Tanner ihr geerbtes Anwesen in Augenschein zu nehmen. Vor dem Haus liegt eine Menge Schutt und alles deutet darauf hin, dass hier gearbeitet wird. Als die beiden den Keller inspizieren wollen, finden sie eine Leiche. Da es sich dabei um die Mieterin Ellie Dafatsch handelt, sind beide fassungslos. Sofort beauftragt Paula ihren Liebsten, sich näher mit dem Fall zu befassen.
Gleich mehrere Aufträge muss Tanner bearbeiten. Es gibt etliche Verdächtige und der Tod Dafatschs bleibt nicht der einzige in "Vergiftetes Erbe". Ein Ausflug in die Welt der besonders Frommen sowie jene, die den Exorzismus immer noch als Mittel der Wahl praktizieren, war interessant. Was mich störte, das war die zuweilen recht vulgäre Sprache. An diese Art von Humor musste ich ebenfalls erst gewöhnen.
Es ist das 4. Buch um den Südtiroler Ermittler Tiberius Tanner. Auch wenn ich die ersten Bände nicht kannte, ich konnte dem Geschehen gut folgen. Der Schreibstil ist locker und das Buch ist ein Krimi, der hervorragend für zwischendurch geeignet ist. Meine Empfehlung gilt mit kleinen Einschränkungen. Wen das nicht stört, wird sich mit Sicherheit gut unterhalten.