Braucht es ein Kochbuch für Partyrezepte? Ja, unbedingt!
Natürlich gibt es Party-Profis, die regelmäßig Freunde einladen und die sicherlich über ein ganzes Repertoire von Fingerfood etc. verfügen. Meine Nachbarn zum Beispiel. Aber ich muss gestehen, dass ich eher selten mehrere Leute zu Gast habe und wenn es dann soweit ist, stehe ich immer wieder vor demselben Problem: was soll ich anbieten?
Aber mit diesem Kochbuch löst sich das Problem von selbst.
Die Aufmachung ist insgesamt recht unspektakulär, was es aber sehr übersichtlich macht und wer braucht schon eine spektakuläre Aufmachung, wenn die Fotos so bunt und lecker aussehen!
Klar, die Rezepte für Gulaschsuppe oder Gemüsesticks mit Dip hätte es nicht unbedingt gebraucht. Aber es gibt in diesem Buch soviel Tolles zu entdecken. Von Salat, über Suppe und Brot bis hin zu herzhaften Gerichten und Desserts ist alles dabei und hier wird sicherlich jeder etwas finden, egal ob für eine handvoll Freunde, oder eine ganze Schar von Gästen. Vieles lässt sich auch gut kombinieren, so dass man ein kleines Buffet für die Feier aufbauen kann. Und endlich gibt es auch eine gute Lösung, Melone und Schinken so zu servieren, dass man sie auch komplikationslos essen kann. Hätte man da selber drauf kommen können? Ja. Bin ich aber nicht.
Die Zutatenliste ist mal mehr, mal weniger umfangreich, aber immer ist alles in jedem gut sortierten Supermarkt zu finden. Die Rezepte lassen sich leicht nachmachen und sind (das erwarte ich von solch einem Buch auch) gut vorzubereiten. Dazu stehen bei vielen Rezepten Tipps, wie sich das jeweilige Gericht am besten vorbereiten lässt, was man vielleicht schon am Vortag erledigen kann und was man dann erst kurz vor der Party machen sollte. Allerdings braucht es manchmal etwas Zeit dafür. Aber das ist in Ordnung. Für die Dekoration nimmt man sich ja auch Zeit, warum dann nicht auch für das Essen.
Was ich besonders an den Rezepten mag, ist, dass wirklich für jeden etwas dabei ist. Die Gerichte sind teils simpel und klassisch, dann wieder raffinierter, aber niemals so überdreht das man sich fragt, wem man so etwas vorsetzen soll. Und oft finden sich am Ende der Rezepte noch kleine Tipps oder auch Alternativen, falls man die Gerichte etwas umgestalten möchte.
Im Buch selbst findet man die Gerichte tatsächlich bunt gemischt von A wie Ananas-Kürbis-Salat mit Peperoni, bis Z wie Zwiebelschmorbraten. Es macht Spaß sich durchzublättern und Anregungen zu holen. Ganz hinten sind die Gerichte dann nach Kategorien geordnet.
Ich persönlich kann mich kaum entscheiden, welche Rezepte mir besonders gefallen. Immer wenn ich denke, dass ich meinen Favoriten gefunden habe, stolpere ich über das nächste tolle Rezept. Ich werde wohl in Zukunft häufiger Gäste einladen, damit ich alles durchprobieren kann. Die gefüllten Panini und die Pasta-Chips werde ich aber definitiv öfter servieren.
Mein Fazit? Dieses Rezeptebuch gefällt mir von A-Z! Und gerne auch mal ganz ohne Gäste!