Tennis ist Kopfsache hat mich direkt abgeholt, weil ich selbst gemerkt habe, wie viel beim Sport egal ob Tennis oder etwas anderes eigentlich im Kopf passiert. Ich bin mit der Erwartung gestartet, ein paar praktische Tipps zu bekommen, und habe am Ende deutlich mehr mitgenommen.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie das Thema mentale Stärke erklärt wird. Es wirkt nicht kompliziert oder theoretisch, sondern sehr greifbar. Viele Situationen kamen mir total bekannt vor dieses Verkrampfen, der Druck, die eigenen Gedanken, die einem plötzlich im Weg stehen. Ich hatte oft das Gefühl, mich selbst darin wiederzuerkennen.
Der Schreibstil ist angenehm klar und direkt. Ich mochte, dass die Inhalte nicht unnötig ausgeschmückt sind, sondern auf den Punkt kommen. Gleichzeitig hatte ich nie das Gefühl, dass es trocken ist. Es liest sich eher wie eine ruhige Anleitung, die einen immer wieder daran erinnert, einen Schritt zurückzugehen und sich selbst besser zu verstehen.
Besonders spannend fand ich die Ansätze, wie man mit Druck oder Unsicherheit umgehen kann. Das sind keine unrealistischen Methoden, sondern Dinge, die sich wirklich umsetzen lassen auch außerhalb vom Tennisplatz. Genau das hat das Buch für mich wertvoll gemacht.
An manchen Stellen hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe oder konkrete Beispiele gewünscht. Teilweise bleiben die Gedanken eher allgemein, sodass ich selbst überlegen musste, wie ich sie genau auf meine Situation anwende. Das hat mich aber nicht wirklich gestört, eher zum Weiterdenken angeregt.
Am Ende hat sich das Buch für mich wie ein kleiner Perspektivwechsel angefühlt. Es geht nicht nur darum, besser zu spielen, sondern auch darum, sich selbst besser zu verstehen. Und genau das ist für mich hängen geblieben.