Wenn Emma und Lukas ermitteln bleibt es selten ruhig an der Nordsee. Auch diesmal dauert es nicht lange, bis aus einem harmlosen Cateringauftrag ein ziemlich turbulenter Fall wird. Zwischen einer Abschiedsfeier, einer wertvollen Münzsammlung und einem Gangsterboss, der seine eigenen Pläne verfolgt, entwickelt sich eine Geschichte, die vor allem durch ihren lockeren Humor lebt.
Im Mittelpunkt stehen diesmal weniger die Detektive selbst, sondern vor allem Lang und Finger. Die beiden möchten ihr krummes Leben endlich hinter sich lassen und mit einem Lieferservice neu anfangen. Genau das sorgt immer wieder für komische Situationen, denn wirklich professionell wirken ihre Bemühungen selten. Gerade dieses Chaos macht viele Szenen so unterhaltsam. Statt gefährlicher Verbrecher bekommt man hier eher zwei hoffnungslos überforderte Typen, die ständig von einem Problem ins nächste stolpern.
Dazu kommt mit Boss Nase ein Gegenspieler, der deutlich ernster genommen werden will, dabei aber ebenfalls nicht immer besonders clever handelt. Dadurch bleibt die Geschichte spannend genug für jüngere Leser, ohne jemals zu düster oder bedrohlich zu werden.
Die Mischung aus Krimi und witzigen Figuren sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Auch das Nordseegefühl kommt nicht zu kurz. Die Schauplätze und kleinen Details aus Ostfriesland sorgen für Urlaubsgefühle.
An einigen Stellen geht vieles allerdings etwas zu schnell. Vor allem zum Ende hin werden manche Entwicklungen ziemlich abrupt aufgelöst. Wer große Überraschungen oder einen besonders kniffligen Fall erwartet wird eher enttäuscht sein. Dafür steht eindeutig der Spaß an den Figuren und den witzigen Situationen im Vordergrund.
Fazit:
Ein lockerer Nordseekrimi mit viel Humor, chaotischen Ganoven und sympathischem Küstenflair. Weniger Spannung, dafür jede Menge unterhaltsame Szenen für junge Krimifans.