"Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. (Galater 6:10) Student Jan Petersen hat eigentlich nur vor, mit der Fähre zum Geburtstag seiner Großmutter zu fahren. Er rechnete jedoch nicht damit, dass diese Fahrt sein größtes Abenteuer werden würde. Zuerst trifft er auf der Fähre auf rätselhafte Weise einen alten Mann, als ein Sturm aufzieht. Er gerät dabei in die Nordsee und findet sich plötzlich im Jahr 1792 in einem abgeschieden gelegenen Fischerdorf auf Föhr wieder. Aber wie kann das möglich sein? Jan ist völlig verwirrt und hat nicht einmal eine Ahnung, wie er in die Gegenwart zurückkehren soll. Eines stellt er jedoch schnell fest: Er gerät immer wieder in neue Zeitzonen. Vom Mittelalter über Napoleon bis ins Dritte Reich musste er zahlreiche Abenteuer und Herausforderungen bestehen. Sein Glück ist, dass er auf Alva trifft, die ebenfalls durch die Zeit reist. Sie ist ihm unbekannt, aber dennoch trägt sie etwas Vertrautes in sich, das sie zu verbinden scheint. Sie sind überzeugt, nur gemeinsam können sie ins 21. Jahrhundert zurückkehren. ___ Meine Meinung: Der Klappentext weckt förmlich die Neugier auf diese Geschichte. Dieses Buch ist ein wirklich abenteuerliches Erlebnis, dem man sich nicht entziehen kann, da es mit Fantasie, Geschichte und Wirklichkeit sowie einer Prise christlichen Glaubens gewürzt ist. Der Autor zeigt sich wie immer in einem beeindruckenden Schreibstil. Diese Erzählung hat mich, kaum dass ich mit dem Lesen begonnen hatte, sofort gefesselt. Die detaillierte Darstellung der unterschiedlichen historischen Epochen und der dort stattgefundenen Ereignisse hat mir besonders zugesagt. Jan und Alva müssen sich also nicht nur in den unterschiedlichen Zeiten orientieren. Nein, sie sind auch den Gefahren ausgesetzt, die mit dieser Vergangenheit verbunden sind. Feinde greifen sie an, bedrohen sie mit dem Tod und sie müssen sogar gegen schwere Krankheiten ankämpfen. Ich muss sagen, dass der Autor sich hier sehr viel Mühe gegeben hat, dem Leser die Gefahren jener Zeit wirklich näherzubringen. Hier wurde oft gesagt, dass man allein auf den Glauben vertrauen und im Gebet hoffen solle, dass Gott alles zum Guten wendet. Ein Glaube, den Jan bereits vor langer Zeit verloren hatte. Sein Leben wird plötzlich nur noch von Fragen bestimmt. Weshalb bin ich in diese Zeit zurückgekehrt, was will Gott mir damit zeigen? Warum gibt es so viel Leid und haben diese Menschen noch Hoffnung? Wie finde ich zurück in die Gegenwart? Als er Alva entdeckt, die ihm bekannt vorkommt, steht er plötzlich vor all diesen Fragen. Sie wirkt ebenfalls in vielerlei Hinsicht unsicher, aber zusammen wollen sie alle Schwierigkeiten überwinden. Dieser abenteuerliche Roman hat mich bis zum Schluss gefesselt, vor allem, weil ich viel über die Geschichte Norddeutschlands lernte. In diesem Buch erfahren wir so allerlei, von Toleranz, Gewalt, Nächstenliebe und festem Glauben, von Fiktion und Realität. Die beiden Hauptprotagonisten sind dabei besonders sympathisch ausgearbeitet. Auch Jans Gedanken über das Leben und den Glauben fand ich sehr hilfreich. Ein Buch, das ich für absolut lesenswert halte und dem ich gern 5 Sterne gebe.