DU MUSST MICH VERGESSEN
Rosie Walsh
ET: 23.04.26
Thailand, 2010:
Die angehende Chirurgin Carrie heiratet ihren schwedischen Freund Johan auf der Insel Ko Samui. Dass sie ihn erst seit sechs Monaten kennt, spielt für die 27-jährige Britin keine Rolle. Sie weiß, dass er der Mann ihres Lebens ist. Doch der schönste Tag ihres Lebens endet abrupt, als die thailändische Polizei aus dem Nichts auftaucht und ihren frisch vermählten Ehemann festnimmt.
Zwölf Jahre später lebt Carrie gemeinsam mit ihrem Ehemann Robin und ihren sechsjährigen Zwillingen zurückgezogen in Devon, Großbritannien. Nach der komplizierten und viel zu frühen Geburt ihrer Kinder hat sie ihre Karriere als Chirurgin aufgegeben. Nun, da die Zwillinge größer und selbstständiger werden, denkt sie zum ersten Mal darüber nach, in ihren Beruf zurückzukehren. Als ihre ehemalige Mentorin sie einlädt, für eine Hospitation und ein Gespräch nach Stockholm zu kommen, sucht Carrie im Internet nach einer Unterkunft. Dabei stößt sie auf ein Foto von Johan und erfährt, dass der thailändische König ihn vorzeitig begnadigt hat, er seine 25-jährige Haftstrafe nicht vollständig verbüßen musste und inzwischen wieder in Stockholm lebt.
Wie es weitergeht, müsst ihr wie immer selbst herausfinden.
Die liebe @filipine hat mir dieses Buch empfohlen. Obwohl mir der kitschige Titel überhaupt nicht zusagt, muss ich sagen, dass mich die Geschichte vollkommen überzeugt hat. Ich bin tief in sie eingetaucht und habe das Buch innerhalb von eineinhalb Tagen verschlungen.
Besonders begeistert haben mich die Beschreibungen Bangkoks aus Carries Sicht. Die Gerüche, die schwüle Hitze, das Wetter, die Garküchen und all die kleinen Details, die diese Stadt so einzigartig machen. Nach 26 Jahren, die ich selbst dort lebe, nehme ich vieles davon längst als selbstverständlich wahr. Dieses Buch hat es jedoch geschafft, mich Bangkok noch einmal mit den Augen einer Fremden erleben zu lassen. Es fühlte sich an, als würde ich die Stadt zum ersten Mal entdecken und genau das hat diese Geschichte für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht.
4,5/5