Tödliche Hallig von Hendrik Berg, ist bereits der 12. Band der Nordsee-Krimiserie rund um Kommissar Theo Krumme (erschienen 2026).
Das stimmungsvolle Cover strahlt Bedrohung aus und vermittelt Nordsee-Atmosphäre. Der Schreibstil ist flüssig, bietet anschauliches Lokalkolorit, das durch ortsüblichen Dialekt unterstrichen wird. Die Handlung spielt in der Gegenwart vorwiegend auf der Hallig Süderoog. Obwohl ich nur vereinzelte Bände der Reihe kenne, fand ich wieder problemlos in die Geschichte hinein. Auch den maßgeblichen Personenkreis überblickte ich rasch. Vorkenntnisse aus früheren Bänden vermisste ich nicht.
Eine Leiche im Wattenmeer, entsetzlich zugerichtet. Auf der Insel leben nur wenige Menschen. Der Kreis der Verdächtigen scheint somit begrenzt. Trotzdem kommen Kommissar Theo Krumme und seine Kollegin Pat mit ihren Ermittlungen nur schleppend voran. Die Menschen sind schweigsam, verbergen offenbar einiges. Vor allem gibt das Mordmotiv Rätsel auf. Ebenso die letzten Aktionen des Opfers vor seinem Tod. Wie kam der Ermordete auf die Insel und was wollte er dort? Die Spannung hält sich kontinuierlich. Im Zuge der Recherchen kommt so einiges ans Tageslicht, werden gut gehütete Geheimnisse gelüftet. Man kann gut mit rätseln, wird aber immer wieder durch unerwartete Wendungen überrascht. Als sich letztlich der Täter herauskristallisiert, kommt es zu einem dramatischen Finale, bei dem das Ermittler-Duo in Lebensgefahr gerät.
Kommissar Krumme und die junge Pat sind ein sympathisches Ermittler-Duo, das harmonisch zusammenarbeitet. Krumme ist ein Familienmensch, der darunter leidet, dass er wie die meisten Polizeibeamten zwischen Privatleben und verantwortungsbewusstem beruflichen Einsatz einen Spagat machen muss.
Mir hat der Krimi Tödliche Hallig sehr gut gefallen, sowohl vom Spannungsbogen her, als auch was die Charakterisierung der Protagonisten anbelangt und die Schilderung der Lebensumstände und Atmosphäre auf einer solch kleinen Insel.