Isabel ist eigentlich Köchin und verliert nach einem kleinen Zwischenfall ihren Job. Als sich dann auch noch ihr Freund von ihr trennt, fragt sie sich, wohin ihr Leben sie jetzt führen soll.
Da entdeckt sie eine Anzeige, die für die Ausbildung zur Butleresse bzw. zum Butler wirbt. Sie bewirbt sich und wird tatsächlich angenommen. Wenn sie diese Ausbildung an der berühmten Butlerschule in Rosewell Castle in Schottland erfolgreich absolviert, stehen ihr neue Wege offen, die sie in die Welt des Adels von Lords und Ladys und möglicherweise sogar ins Königshaus führen könnte.
Die Ausbildung ist schwer aber sie erhält bald vom Musterschüler Garrett Hayes Unterstützung. Sie ahnt nicht, was Garrett im Schilde führt.
Bei der Vorbereitung auf ihre Abschlussarbeit findet sie in der Bibliothek ein Foto einer Frau die ihrer verstorbenen Großmutter sehr ähnlich sieht. Isabels Neugier ist geweckt und sie möchte unbedingt herausfinden, wer diese Frau ist, vielleicht eine Familienangehörige und was hatte diese mit Rosewell Castle zu tun. Isabel taucht in die Vergangenheit der 1960er Jahre ein. Wird Isabel es schaffen, dieses Geheimnis zu lüften und auch ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen?
Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und vor allem neugierig gemacht. Als erstes habe ich im Internet recherchiert und festgestellt, dass es in England heutzutage tatsächlich noch Butlerschulen gibt und diese auch Frauen zugänglich sind, um eine Ausbildung zur Butleresse zu machen. Das war mir so bisher nicht bekannt.
So bin ich gerne mit Isabel nach Rosewell Castle gereist und habe sie bei ihrer Ausbildung begleitet. Der tägliche Unterricht ist anstrengend, streng und fordert den Teilnehmern viel Disziplin ab. Ich fand diese Schilderungen sehr interessant und war nicht selten sehr überrascht, welche Anforderungen an die angehenden Butler und Butleresses gestellt werden.
Die Begegnung mit Garrett, dem Mitschüler, der alles bereits perfekt zu beherrschen scheint, ist von Anfang an etwas geheimnisvoll. Aber ich spüre auch, dass die beiden miteinander harmonieren und sich irgendwie zueinander hingezogen fühlen.
Dann findet sie bei Recherchen für ihre Abschlussarbeit in der Bibliothek in einer alten Personalakte das Foto einer Frau, die ihrer verstorbenen Granny sehr ähnelt. Waren es Schwestern und welche Verbindung gibt es zu Rosewell Castle? Isabel beginnt mit intensiven Recherchen, denn dieses Geheimnis, das ja ihre Familie betreffen könnte, möchte sie unbedingt lösen. Solche Geschichten mag ich sehr gerne und die Autorin konnte mich hier auch schnell packen und fesseln.
In einem zweiten Handlungsstrang erleben wir eine gewisse Giselle, die als Hausdame auf Hallingham Hall beschäftigt ist und dort eine unglückliche Liebe erlebt.
Dieser Handlungsstrang scheint zunächst unabhängig von der Haupthandlung zu sein doch irgendwann hatte ich einen Verdacht, dass es eine Verbindung geben könnte. Auch dieser Handlungsstrang war spannend und konnte mich fesseln.
Durch die Wechsel der beiden Handlungsstränge wird die Spannung noch gesteigert.
Corina Bomann hat wieder einmal gezeigt, wie lebendig und fesselnd sie Geschichten erzählen kann. Beide Handlungsstränge haben mich begeistert. Die Ausbildung auf Rosewell Castle ist detailliert und interessant dargestellt, dazu kommt die Verbindung zwischen Isabel und Garrett sowie ihre Recherchen in der Vergangenheit.
Die Geschichte von Giselle auf Hallingham Hall ist sehr berührend und von vielen Emotionen geprägt.
Die Geheimnisse von Rosewell Castle ist eine fesselnde und atmosphärische Geschichte mit einem ungewöhnlichen Grundthema und einem Familiengeheimnis, die mich begeistert hat. Am Ende bleiben einige Fragen offen, so dass die Neugier auf den Abschluss der Dilogie geweckt wird, die ich gerne empfehle!
Fazit: 5 von 5 Sternen
© fanti2412.blogspot.com