»Stecker legt seinen analytischen Finger in die Wunde einer immer dysfunktionaleren Koalitionsdemokratie, provoziert an einigen Stellen Widerspruch, widerlegt sich teils selbst und manchmal hängt er seinem Kernargument zu stark an, formuliert aber zugleich viele kluge Ideen und Anregungen für die Lösung der strategischen und demokratietheoretischen Probleme der deutschen Demokratie. [. . .] Nichtsdestotrotz wird dieses Buch für Gesprächsstoff unter Fachkollegen ebenso wie für mögliche hitzige Diskussion am politisch interessierten, belesenen Stammtisch sorgen. « Maximilian Kreter, socialnet. de, 21. 08. 2026
»Was Stecker in seinem demokratietheoretischen Plädoyer schreibt, soll [. . .] die Politiker aus ihrer ungesunden gedanklichen Fixierung lösen, wonach Koalitionen auf Gedeih und Verderb eine vier oder fünf Jahre haltende Mehrheit brauchen, um gut regieren zu können. Der Politikwissenschaftler [. . .] analysiert kenntnisreich, welch hohen Preis solche Koalitionen am Ende zahlen: Das ständige Ringen um Kompromisse verwässert das Profil der jeweils beteiligten Parteien, gegenseitige Blockaden oder die Verknüpfung unterschiedlicher Themen zu Paketen sowie schlechte Kommunikation kosten Reputationen bei den Wählern. Mit anderen Worten: Regierungen, die sich auferlegt haben, niemals mit anderen Parteien zu stimmen, verschleißen im Laufe der Zeit, und das ist dann am Ende auch schlecht für die Demokratie. « Robert Probst, Süddeutsche Zeitung, 17. 08. 2026