Ispettore Emmenegger und seine Eva Marthaler haben gerade ihre Hochzeit gefeiert, als Emmenegger wieder zu einem Mordfall gerufen wird. Eine brutal getötete Frau wird aufgefunden. Da Eva nun nicht mehr an seiner Seite ermitteln kann, bekommt Emmi einen neuen Kollegen zugewiesen. Ausgerechnet Guido Brunthaler, den niemand will. Jedoch erstmal für vier Wochen auf Probe. Emmi zieht alle Register, um Brunthaler wieder loszuwerden.
Elisabeth Florin legt mit "Merano Infernale" den vierten Fall für Emmenegger vor. Man kann diesen Band auch gut ohne Vorkenntnisse lesen, jedoch entwickeln sich die Charaktere mit jedem Buch weiter und familiäre Angelegenheiten werden fortgeführt, so daß es mehr Spaß macht, dies von Beginn an zu verfolgen. Emmenegger und Eva sind mir dadurch im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen und ihr Leben zu verfolgen macht mir großen Spaß. Die Autorin versteht es perfekt, den Spannungsbogen von Beginn an aufzubauen. Der brutale Mord hält sowohl Emmenegger, als auch den Leser gedanklich auf Trab, da es genügend Fährten gibt und man immer wieder in die Irre geleitet wird und neu ansetzen muß. Dabei gibt es aber auch einige humorvolle Szenen. Emmenegger und Brunthaler haben da einiges zu bieten. Aber auch die Gerichtsmedizinerin Editha Klausner und Paul vom Stadttheater sorgen für Unterhaltung. Elisabeth Florin liebt die Region und das spiegelt sich in ihren Beschreibungen wieder. Man sieht alles sehr bildhaft vor sich und man hat das Gefühl, selbst durch die Meraner Straßen zu gehen. Man bekommt richtig Lust, diesen Ort selbst einmal zu besuchen. Dieses Buch ist ein weiteres Highlight in der Serie der Meran-Krimis von Elisabeth Florin und ich kann es sehr empfehlen!