Mit Porcus erzählt Kim Hundevadt einen engagierten Krimi über Massentierhaltung und Tierschutz, über stets böse russische Oligarchen und unlautere Praktiken in der Lebensmittelindustrie. Gerade in Dänemark, in dem rechnerisch zwei Schweine auf einen Menschen kommen, ist die Schweinemast ein Wirtschaftsfaktor, dessen tierquälerische Praxis immer wieder den Tierschutz auf den Plan ruft. Es geht Hundevadt aber auch um die zwielichtigen Geschäfte mit den im Wortsinn armen Schweinen. Im Mittelpunkt stehen der alternde Investigativ-Journalist Mikael Moll und die etwas überengagierte Polizei-Agentin Christiane Mielcke. Beide gehen ihren individuellen Weg, um an ihr Ziel zu kommen. Dabei ecken sie nicht nur bei ihren Vorgesetzten an, sondern sie müssen auch mit privaten Problemen in ihren Partnerschaften umgehen. So ist Porcus von Kim Hundevadt ein solider Krimi aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen mit einem leider immer noch aktuellen Thema.