Lucas Cole war Bestsellerautor, Vater und Serienmörder. Nun wurde er erhängt in einem Motel aufgefunden, die Polizei geht von Selbstmord aus. Nathan, sein Sohn, kehrt in sein Elternhaus zurück, findet dort ein Manuskript, in dem Lucas seine Morde detailliert beschreibt. Dazu findet er die Haarschleife eines Mädchens, das erst wenige Tage zuvor verschwand. Deren Eltern haben sich an den Privatdetektiv Isaac gewand, der das Mädchen finden soll. Dieser kommt dem Geheimnis der Familie Cole näher, als ihm lieb ist.
"The midnight King" ist ein Thriller, der zunächst etwas befremdlich wirkt. An die Charaktere muß man sich erst gewöhnen. Sie sind so unsympathisch, daß sie schon wieder richtig glaubhaft sind. Aber dieses mit ihnen fühlen und zittern bleibt halt einfach aus. Tariq Ashkanani erzählt die Geschichte aus den Perspektiven von Nathan und Isaac und durch das Manuskript. Alle Perspektiven haben ihre eigene Brutalität und sind für zartbesaitete Gemüter eher nicht zu empfehlen. Denn eines beherrscht der Autor perfekt: detaillierte Beschreibungen. Und zwar in jeder Hinsicht. Nicht nur in Bezug auf die Atmosphäre, die hier sehr gut und düster herüber kommt. Die Geschichte ist nicht durchgehend superspannend, überrascht aber immer wieder mit Wendungen, die absolut nicht vorhersehbar sind. Gerade das Ende hat mich sehr überrascht und sprachlos gemacht.