Ich kannte die Honigfrauen bereits aus dem ersten Teil der Reihe und wollte unbedingt wissen wie der Weg der drei Protagonistinnen weitergeht. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn der zweite Teil und gleichzeitig Abschluss der Dilogie war genauso schön zu lesen wie schon der Auftakt. Ich kann die Reihe einfach nur empfehlen, bestenfalls in der richtigen Reihenfolge, da die Teile schon aufeinander aufbauen und es schade wäre den Anfang der drei zu verpassen.
Bergisches Land, 1910. Irma ist verzweifelt: Das Landcafé im Honigstal hat bei der Einweihung versagt! Es fehlen die einzigartigen Kreationen ihres verstorbenen Großvaters. Einzige Lösung scheint ihre Tante Harriet, die das Talent Ludwigs geerbt hat. Womöglich weiß sie von den geheimen Rezepten? Aber wird Irmas Großmutter die uneheliche Tochter ihres Mannes hier wirken lassen? Auch Arno lässt sich seit der Eröffnung nicht mehr blicken, während Irmas guter Freund Eugen sich höchst sonderbar verhält. Als sich ein Tester des Guide Michelin ankündigt, gilt es für die Honigfrauen, zusammenzuhalten.
Der Schreibstil war wieder sehr angenehm zu lesen, locker und sehr bildhaft führt uns die Autorin durch die Geschichte. Da wieder aus Sicht von allen drei Protagonistinnen geschrieben wurde, liest sich die Geschichte sehr abwechslungsreich und man ist immer nah an den Personen dran!
Besonders schön finde ich die verschiedenen Charaktere des Buches, da ist Irma die im Rollstuhl sitzt, aber so eine positive Aura hat und sich niemals unterkriegen lässt und immer an das Gute glaubt! Wunderbar ist aber auch der Weg von Irmas Tante Harriet zu lesen, von der einfachen Frau die nur zu Hause am Herd steht, zur Bäckerin eines Cafes. Und schließlich Auguste, die Großmutter von Irma, die auf den ersten Blick vielleicht hart wirkt, aber wenn man sie näher kennen lernt begreift man das sie eigentlich ein sehr gutes Herz hat. Es war eine Freude diese drei Frauen auf dem Weg zu begleiten.
Die Seiten sind nur so dahingeflogen und es wurde niemals langweilig in diesem Buch. Es gab immer wieder kleine Wendungen in der Geschichte, sodass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte!
Fazit: Eine ganz tolle Dilogie, die ich nur weiterempfehlen kann, vorallem wenn man starke Frauen, hübsche Cafes in der Natur und das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts mag.