Ach du meine Güte, was war das wieder schön. Wo soll ich nur beginnen? Am besten am Anfang und ich versuche, nicht zu dolle auszuschweifen, aber mein Herz ist voller Liebe für den Abschlussband der Firefly-Island-Reihe.
Um was es geht:
Rosalie hat sich entschlossen, Berlin hinter sich zu lassen und zieht mit ihrer kleinen Tochter Chloe zu ihrer Großmutter und ihren Schwestern nach Kanada, auf die wunderschöne Insel Firefly Island. Dieses Eiland müssen sie sich mit einem brummigen Nachbarn teilen, der sich schon mit Rosalie in den Haaren lag. Obendrein hat sie einen Roman geschrieben, dem es laut Lektorin an expliziten Szenen fehlt und ihr mangelt es an Inspiration. Ob der gut aussehende Nachbar helfen kann, falls er nicht gerade mürrisch gelaunt ist?
Die Umsetzung:
Der tolle Schreibstil sprüht vor Charme, Esprit und Herzenswärme. Ich werde blitzschnell ins Geschehen hineingezogen und erfahre alles aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Mark und Rosalie in der Vergangenheit, wobei die Gewichtung eindeutig bei der Protagonistin liegt. Das Wiedersehen mit Granny, ihrer besten Freundin Phyllis, Rosalies Halbschwestern Ivy und Holly, deren Männer und Kinder, machen das Lesen für mich zum Fest. Obendrein hat Mark einen Labrador, der mich sofort um seine Pfoten wickelt. Arthur ist ein Schatz und meine Hand zuckt sehnsüchtig, weil ich ihm gerne das Fell kraulen möchte.
Absolut genial:
Im Buch laufen einige Handlungsfäden zusammen, die zu meiner vollkommenen Zufriedenheit zum Abschluss finden. Der Epilog ist das Sahnehäubchen und ich kann es nicht fassen, das ich schon wieder am Ende angekommen bin. Die Wege von Rosalie und Mark sind aber auch zu spannend, sodass ich rasch alles um mich herum vergesse. Warum ist er so zugeknöpft, abweisend und menschenscheu? Was hat ihn dazu gebracht, sich mit seinem Hund derart zurückzuziehen? Und weshalb leidet Rosalie unter solch immenser Bindungsangst? Als Mutter ist sie fantastisch und ihr Alltag mit Chloe ist so authentisch geschrieben, dass ich mehr als einmal Mitleid mit ihr habe. Ein Kind alleine aufzuziehen, ist verflixt harte Arbeit.
Mein Fazit:
Firefly Islandhinter dem Horizont ist ein Abschlussband, der mich in Entzücken versetzt und mein Herz glücklich macht. In diesem Teil laufen die letzten noch nicht verknüpften Fäden der Trilogie zusammen und machen alles rund. Ich erfahre Neues zu den Trennungsgründen von Hollys und Ivys Eltern und freue mich, dass sie ebenfalls Thema in der Geschichte sein dürfen. Rosalie hält Marks und meine Emotionen auf Trab, denn durch ihre starke Bindungsphobie macht sie es ihm nicht leicht, aber zum Glück hält der Teil des Herzschmerzes nicht zu lange an.
Diese kurzen Abschnitte reichen aber schon aus, um mich fertigzumachen. Ich bin so glücklich, wieder auf Firefly Island mit all seinen liebenswerten Bewohnern zu sein, dass ich Missstimmung kaum ertrage. Und Mark und Rosalie sind wie geschaffen füreinander. Den Weg zu gestalten und die Figuren dorthin zu schreiben, ist der Autorin grandios gelungen. Vielen Dank für diese bezaubernde Geschichte. Ich liebe sie. Für mich ist sie ein Highlight.
Von mir erhält Firefly Island hinter dem Horizont 5 begeisterte Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.