Dieses Buch führt den Leser nach Indien, in das Jahr 1861. Hier wächst Sarani im Hof ihres Vaters auf und genießt ein Leben in Luxus. Bereits früh merkt sie, dass sie nirgendwo wirklich dazugehört. Als ihr Vater ermordet wird, bleibt ihr nur die Flucht, und verzweifelt sucht sie nach einem sicheren Zufluchtsort.
Sie schleicht sich heimlich auf ein Schiff nach London, das von Rhystan kommandiert wird, dem Mann, der ihr früher einmal sehr nahestand. Doch damals hatte ihr Vater Sarani einem anderen Mann versprochen.
Schnell wird klar, wie sehr Sarani zwischen zwei Welten steht. Als Tochter eines indischen Herrschers und einer schottischen Adligen erlebt sie wiederholt Ausgrenzung und Vorurteile. Die realistische Darstellung der Kolonialzeit ist oft hart, doch sie unterstreicht auch Saranis innere Stärke. Sie bleibt eine junge Frau, die trotz aller Rückschläge entschlossen ihren Weg geht.
Auch Rhystan verändert sich im Verlauf der Geschichte. Nach und nach begreift er, was in der Vergangenheit wirklich geschah, und beginnt, seine eigenen Urteile zu hinterfragen. Das macht seine Figur glaubwürdig und nachvollziehbar. Die Annäherung zwischen Sarani und Rhystan entwickelt sich ganz langsam. Die romantischen Szenen sind warm und natürlich.
Auf eine angenehme Weise verbindet die Handlung Spannung mit Gefühl. Eine gelungene Mischung aus historischen Themen, persönlicher Entwicklung und vorsichtiger Romantik macht das Buch zu einem runden, fesselnden Leseerlebnis und weckt Neugier auf die Fortsetzung der Reihe.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.