Für mich war Ein Sommer ohne August die perfekte Sommerlektüre! Lucy Astner erzählt mit ihren ausdrucksstarken Charakteren August und Charlie eine bittersüße Geschichte über Freundschaft, Liebe, Hoffnung, Verletzlichkeit, Angst vor den eigenen Gefühlen, Missverständnisse, Verzweiflung, Verlust und dem sich langsamen Öffnen gegenüber Menschen, die einem sehr wichtig sind. Ich habe mich von den ersten Seiten an in August und Charlie verliebt und bin mit ihnen durch viele Höhen und Tiefen gegangen und konnte dabei das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sehr begeistert hat mich dabei der fesselnde, herzerfrischende und unglaublich empathische Schreibstil der Autorin, die mit Selbstironie, Wortwitz, einem Augenzwinkern und viel Charme, aber auch mit einer emotionalen Tiefe, die Liebesgeschichte der beiden erzählt. Es war eine Gefühlsachterbahn, bei der ich schmunzeln musste, berührt und ergriffen war und bei der sich mein Herz zum Ende hin ganz weit geöffnet hat.
Erzählt wird die auf zwei Zeitebenen stattfindende Geschichte in der Ich-Form von Charlie. Die Neugierde auf die Entwicklung der Geschehnisse in der Vergangenheit und in der Gegenwart werden dabei stetig hochgehalten.
Die 32-jährige Hochzeitsrednerin Charlie steht beruflich mit beiden Beinen im Leben doch in ihrem Privatleben verbietet sie sich Gefühle zu zeigen und eine feste Bindung einzugehen. Woher kommt ihre Angst vor Kontrollverlust und warum hat sie sich eine undurchdringbare Rüstung angelegt? Eine E-Mail von ihrem Jugendfreund August, mit dem sie viele Jahre lang unvergessliche Sommermonate erlebt und mit ihm dabei die Liebe und Faszination zu Büchern und Geschichten geteilt hat, kommt einer Fügung des Schicksals gleich. Charlie reist von London aus in den Nordwesten der USA wo in Liberty Beach eine Erbschaft von Augusts Tante auf sie wartet. Warum fällt Charlie und August der Umgang miteinander so schwer und was steht zwischen ihnen? Diese offenen Fragen lassen einen nur so durch die Geschichte suchten und mir sind bei der ein oder anderen Szene auch schonmal die Tränen gekommen.
Mein Fazit:
Kein Sommer ohne August ist ein bezaubernder Roman, der mir eine wundervolle Leseauszeit geschenkt hat. Nicht nur die Geschichte hat mich emotional berührt, sondern auch noch die Schlussworte der Autorin!