Wundertütentage. Man weiß nie, was der Tag noch bringen wird, welche Überraschungen er bereithält.
So geht es auch den drei Frauen Julia, Helene und Sophie. Alte Freundinnen, neue Freundinnen. Alle drei haben Kinder, die das Haus verlassen, um die Welt zu entdecken, ihre Träume zu verwirklichen und ihre eigene Zukunft aufzubauen.
Die alltäglichen Aufgaben und Ereignisse, die das mit sich bringt wechseln ab mit den persönlichen Problemen rund um Ehe, Freundschaft und eigene Träume.
Es ist eher eine ruhige Geschichte, bei der manches etwas aufgebauscht wird, was letztendlich schnell vergeht. Verlustängste, Eifersucht und Geheimnisse beschäftigen die Frauen. Julia, die im ersten Band die Hauptrolle spielt, sucht immer noch nach ihrem Vater, der vor langer Zeit die Familie verlassen hat. Durch einen Zufall hat sie endlich eine Spur zu ihm gefunden. Nette Idee, aber für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Die Autorin hat hier viele Dinge aufgegriffen und in ihrer Geschichte untergebracht, immer auch darauf bedacht den Themen und Redewendungen der Zeit gerecht zu werden. Mir war es manchmal etwas zu viel und macht die Figuren, allen voran Julia, in meinen Augen nicht immer sympathisch.
Ich hätte gerne mehr erfahren über die Ausbildung des Sohnes, dafür weniger über die manchmal unreifen Handlungen von Julia.
Wundertüten sind Geschmackssache, genau wie Geschichten. Mir hat hier der Pep gefehlt, das Mitreißende, das was mich ans Buch fesselt. Eine nette Geschichte, die bestimmt ihre Leser finden wird.