Kommissarin Giovanna ist angekommen in ihrem Leben am Comer See und erledigt ihre Arbeit gerne, meistens zumindest, denn in ihrem neuen Fall ist der Verdächtige der Ex-Mann der Ispettrice Maria, einer guten Bekannten von Giovanna. Da er nur mit seiner Ex-Frau sprechen will, beginnen die gemeinsamen Ermittlungen der beiden Frauen. Alles spricht gegen ihn, aber Giovanni hört auf ihr Bauchgefühl und geht auch jeder noch so unwichtig erscheinenden Spur nach.
Ich möchte vorausschicken, dass ich den ersten Band nicht kenne, was mir aber nicht gefehlt hat. Man erfährt alles wichtige für den zweiten Band. Die Autorin schafft mit ihrem angenehm zu lesenden Schreibstil eine Atmosphäre mit italienischem Flair, die einen an den Comer See versetzt; die Beschreibungen lassen den Leser mitten im Geschehen dabei sein. Durch die Breite der Ermittlungen tauchen viele Nebenbaustellen auf, die beim Lesen dann doch Aufmerksamkeit erfordern. Die Auflösung des Falls ist unerwartet und hat mich nicht so ganz zufrieden gestellt. Aber das ist natürlich mein individuelles Empfinden. Ich möchte diesen Krimi aber trotzdem gerne weiterempfehlen, denn die atmosphärischen Beschreibungen sind überzeugend.