"Die letzte Predigt von Eva Almstädt war für mich der erste Krimi, den ich von der Autorin gelesen habe und ich bin sehr positiv überrascht! Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Pastor, der tot im Watt gefunden wird. Als kurz darauf auch noch eine frühere Freundin verschwindet, gerät Niklas John zunehmend unter Verdacht. Gemeinsam mit der Anwältin Fentje Jacobsen begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit und dabei kommen nach und nach immer mehr Geheimnisse ans Licht.
Das Cover passt sehr gut zum Titel und zur Atmosphäre des Buches und stimmt direkt auf eine düstere, geheimnisvolle Handlung ein. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir ausgesprochen gut gefallen. Er ist flüssig, wunderbar bildhaft und lässt sich sehr angenehm lesen. Ich kam problemlos in die Geschichte hinein und wollte schon nach kurzer Zeit immer weiterlesen. Da ich die vorherigen Bände der Reihe nicht kenne, haben mir an manchen Stellen allerdings ein paar Informationen zu den Vorgeschichten der einzelnen Protagonisten gefehlt. Dadurch war nicht immer alles vollständig nachvollziehbar. Man kommt aber auch ohne Vorkenntnisse zurecht.
Die Spannung bleibt durchgehend hoch. Immer wieder gibt es neue Hinweise, Verdächtigungen und Entwicklungen, die dafür gesorgt haben, dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Figuren trotz ihrer Vielzahl klar und übersichtlich dargestellt werden. Man verliert nicht den Überblick und jede Figur fügt sich sinnvoll in die Handlung ein. Fentje Jacobsen mochte ich besonders gern. Ihre Gedanken und Empfindungen konnte ich sehr gut nachvollziehen und sie war mir von Anfang an sympathisch. Niklas John wirkte auf mich eher reserviert, aber keinesfalls unnahbar. Gerade diese etwas zurückhaltende Art machte ihn interessant und ließ Raum für Fragen und Entwicklungen. Insgesamt hat mir das Buch sehr schöne Lesestunden bereitet. Ich bin froh es gelesen zu haben und habe nun definitiv Lust bekommen weitere Bücher von Eva Almstädt zu entdecken.